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Erstes Kapitel
Robert lag noch im Bett, als jemand durch sein Zimmer stapfte. Er setzte sidi mit einem Ruck aufrecht. Seine Schwester Mena kramte im Bücherregal herum und warf dabei ein Buch zu Boden.
„Trampel!" sagte Robert verärgert. „Kannst du nicht leiser sein? Was suchst du überhaupt?"
„Herder, Band fünf. Ich weiß nicht, wie man Katarrh schreibt."
„Katarrh, Entzündung der Schleimhäute, mit zwei ,r' natürlich und mit ,h' am Ende, du Roß", gab er widerwillig Auskunft.
„Wieso natürlich? Das ist durchaus nicht natürlich, das ist sogar blödsinnig. Zwei ,r' und außerdem noch ein ,h* am Ende! Warum umständlich statt einfadi?" murrte sie und warf die Bücher, die sie herausgeholt hatte, in das Regal zurück.
Daß Schwestern doch nie leise sein konnten, dachte Robert. Der Tag begann schon -gut. Man wurde da einfach aus dem Sdilaf gerissen. Auf ihn nahm ja keiner Rücksidit.
„Mach, daß du aus meinem Zimmer kommst!" sagte er barsch. „Schleicht sich da bei nachtschlafender Zeit herein und weckt unsereinen auf!"
„Es ist halb sieben", bemerkte Mena. „Du könntest ruhig aufstehen und deinen Struwwelkopf unter die Brause halten. Dann lernst du vielleidit, wie man sich gegen Damen benehmen soll."
Die „Dame" bekam ein Kissen an den Kopf geworfen und entwich mit einem lauten Sdirei durch die Tür.
Robert stieg langsam aus dem Bett, um das Kissen aufzuheben. Seine Mutter schätzte es nicht, wenn Unordnung