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A US DER ENTSTEHUNGSGESC.HICHTE DER DRESDNER GALERIE, die / im 16. Jahrhundert einsetzt, können hier nur die Hauptabschnitte summarisch r--^^ charakterisiert und aus unzáhligen Daten und Namen, die sie anführt, nur ver/ háltnismáfiig wenige, die der vorliegende Band anschaulich werden láfit, herausgehoben werden. In den sáchsischen Landen hatte Friedrich der Weise die neuzeitliche Maierei nachhaltig gefördert, vor allém durch die Berufung des álteren Lucas Cranach (1505), der in Wittenberg eine viel bescháftigte Werkstatt gründete...
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A US DER ENTSTEHUNGSGESC.HICHTE DER DRESDNER GALERIE, die / im 16. Jahrhundert einsetzt, können hier nur die Hauptabschnitte summarisch r--^^ charakterisiert und aus unzáhligen Daten und Namen, die sie anführt, nur ver/ háltnismáfiig wenige, die der vorliegende Band anschaulich werden láfit, herausgehoben werden. In den sáchsischen Landen hatte Friedrich der Weise die neuzeitliche Maierei nachhaltig gefördert, vor allém durch die Berufung des álteren Lucas Cranach (1505), der in Wittenberg eine viel bescháftigte Werkstatt gründete und nicht nur die Kirchen mit Altarbildern versorgte, sondern auch dem höfischen Bedarf an Bildnissen und weltlichen Malereien Genüge tat. Als Kurfürst August um 1560 im Dresdner Schlofi eine der damals beliebten Kunstkammern anlegte, in der mit naturkundlichen Merkwürdigkeiten, wissenschaftlichen Instrumenten und mechanischen Apparaten Kunstwerke verschiedener Art zusammengestellt waren, befanden sich unter den letzteren wohl vor allém Gemálde der Cranach-Werkstatt. Bereits um 1600 waren andere deutsche und niederlándische Meister, áltere und Zeitgenossen, hinzugekommen. In der zweiten Hálfte des 17. Jahrhunderts wurden diese Bestánde, infolge der persönlichen Beziehungen der Kurfürsten zu Italien, auch durch Erwerbungen in diesem Lande, besonders in Venedig, bereichert; so gelangten damals zwei frühe Gemálde des Rubens nach Dresden. Doch darf man sich nicht vorstellen, dafi bei diesem Sammeleifer das rein künstlerische Interesse die Haupttriebfeder gewesen sei. Es überwog bei weitem eine naive Neugier und Freude an allerlei biblischen und heidnischen Historien und Personen sowie an kuriosen Erscheinungen und Vorfállen. Autoren der Zeit wissen in ihrer bombastischen Art die Kunstkammer zu rühmen. Wir erfahren aus AntonWecks Beschreibung der Residenzstadt Dresden (1680), dafi sie aus sieben Zimmern bestand, jedes mit Gemálden geschmückt, namentlich mit „Contrefaiten unterschiedener Potentaten, vieler grofier Herren und anderer fürnehmer Personen"; wáhrend der Kunstkámmerer Tobias Beutel in seinem „Chursáchsischen hohen Cedernwald" (1671) eines Bildes Erwáhnung tut, das „Wahrzeichen" hiefi und „welches eine Jungfer, so sich hinten und forn bespiegelte, darstellte". Mit stolzen Künstlernamen pflegte man bei der Zuschreibung der Bilder nicht zu geizen. Erst unter August dem Starken (1697 bis 1733) wurde das Niveau provinzieller Kunstpflege verlassen. Auf seiner zweijáhrigen Kavalierstour hatte er an den in- und auslándischen Höfen wahrgenommen, wieviel die Kunst zur fürstlichen Prachtentfaltung beizutragen vermag. Und wie er ein bedeutendes Antikenkabinett in Dresden zusammengebracht hat und zeitlebens ein leidenschaftlicher Sammler von ostasiatischem Porzellan gewesen ist, so hat er auch für

Termékadatok

Cím: Dresdner Galerie [antikvár]
Szerző: Wolfgang Balzer
Kiadó: VEB E. A. Seemann Buch- und Kunstverlag
Kötés: Vászon
Méret: 240 mm x 320 mm
Wolfgang Balzer művei
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