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Dringender päpstlicher Aufruf für das heilige Land
In einem „Apostolischen Aufruf" wendet sich Papst Paul VI. an die Bischöfe, den Klerus und die Gläubigen der ganzen Welt, sich der erhöhten Notlage der Kirche im Heiligen Land ernstlich und tatkräftig anzunehmen, ja, sich diese Situation im Heiligen Land zu einer Herzensangelegenheit werden zu lassen.
EHRWÜRDIGE BRUDER UND GELIEBTE SÖHNE GRUSS UND APOSTOLISCHEN SEGEN
Wir möchten Uns an euch wenden, geliebte Söhne und Töchter, um eure Aufmerksamkeit auf die Pflicht hinzuweisen, den christlichen Gemeinden im Heiligen Land die Bedeutung der christlichen Liebe, die uns alle vereint, unsererseits zum Ausdruck zu bringen.
Die Kirche von Jerusalem nimmt nämlich einen privilegierten Platz in der Liebe des Heiligen Stuhles und in der Sorge der gesamten christlichen Welt ein, zumal das Interesse für die Heiligen Stätten und im besonderen für die Stadt Jerusalem, auch bei den höchsten Gremien der Nationen und bei den größeren internationalen Organisationen anzutreffen ist, um ihre Unversehrtheit zu schützen und die freie Ausübung der Religion und der gottesdienstlichen Funktionen zu gewährleisten.1
Eine solche Aufmerksamkeit ist heute umso mehr erfordert wegen der schwerwiegenden Probleme religiöser Natur, die dort bestehen. Es handelt sich um die verwickelten und delikaten Probleme der Koexistenz der Völker jenes Landes, ihres Zusammenlebens in Frieden wie auch um die
1 Vgl. Wiener Verträge, Sevres, Montreux; Statuten des Völkerbundes; Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen !UNO).
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