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Dublin, die Hauptstadt von Ir-and, bliclt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurüci(Zwar beging die Stadt 1988 ihre offizielle Tausendjahrfeier, doch ist in Dublin bereits viel früher, und zwar im jähre 140 n. Chr., eine Nierlassung mit der Bezeichnung Eblana nachgewiesen. Die erste keltische Siedlung hieß Äth Cliath (das irische Wort für 'Holzgatterfurt', mit Bezug auf eine Furt am Fluss Liffey). Die moderne Bezeichnung für Dublin ist Baile Ätha Cliath ('Stadt an der Holzgatterfurt'). Dublin ist der englische Name der Stadt. Der heilige Patrick soll 448 n. Chr. nach Dublin gekommen sein, wo er zahlreiche Bewohner zum Christentum bekehrte und taufte. Die Geschichte von Dublin nahm jedoch erst im Jahre 841 n. Chr. ihren Anfang, als die Wikinger mit ihren großen Schiffen den Fluss Liffey hinaufsegelten. Sie richteten einen Handelsposten in Duiblinn ein, einem dunklen Weiher ('black pool') an der Mündungsstelle der Flüsse Poddle und Liffey. Die Wikinger kamen aus Skandinavien und plünderten die blühenden irischen Klöster der 'Insel der Heiligen und Scholaren'. Einige von ihnen ließen sich in Dublin nieder und heirateten in irische Familien ein. Sie übernahmen das Christentum und erschlossen Irland für den Handel mit Europa. Die Wikinger wurden 1014 in der Schlacht bei Clontarf, ein paar Kilometer nördlich von Dublin, von dem Hochkönig Brian Boru besiegt. Eine weitere Invasionswelle folgte, als die Normannen nach der Eroberung von England 1066 westlich nach Irland vorstießen. 1169 kamen sie in dem südlich von Dublin gelegenen Wexford an. Unter der Führung von Richard FitzGil-ben de Clare, der auch als Strongbow bekannt war, errichteten sie 1170 ein Machtzentrum in Dublin. Damit begann die englische Herrschaft in Irland. Auch die Normannen verheirateten sich mit den Iren und übernahmen deren Bräuche.
Ihr Machtbereich beschränkte sich großenteils auf Dublin und 'The Pale', ein kleines Gebiet rund um die Stadt. Außerhalb dieses Areals bot Irland den Eindringlingen trotzig Widerstand. Die Normannen waren hervorragende Burgen- und Kirchenbauer und lehrten die Iren, die bis dahin nur mit Holz umgegangen waren, die Verwendung von Stein. Zwischen 1173 und 1240 richteten sie die Christ Church Cathedral im romanisch-gotischen Stil wieder auf und 1190 erfolgte der Neubau der St. Patrick's Cathedral, die unmittelbar vor der Stadtmauer auf dem ältesten christlichen Gelände Dublins gelegen war. Diese herdichen Kathedralen symbolisieren auch heute noch die Vorstellung von Hoffnung und Erlösung des mittelalterlichen Menschen. König John ließ 1204 das Dublin Castle erbauen, das dann siebenhundert Jahre lang Sitz der britischen Herrschaft in Irland war. In den folgenden Jahrhunderten durchlebte Dublin eine unheilvolle Geschichte. 1348 wurde die Stadt vom schwarzen Tod heimgesucht, der größten Katastrophe aller Zeiten. 1534 misslang die Rebellion, die Silken Thomas FitzGerald gegen die englische Herrschaft führte. 1537 erfolgte die Auflösung der Klöster durch Heinrich VIII. 1649 richtete Oliver Cromwell sein Interesse vom Bürgerkrieg in England auf den irischen Volksaufstand. Er landete in Irland, nahm die Stadt Dublin ein, brachte seine Pferde in der St. Patrick's Cathedral unter und schlug die Revolte grausam nieder. Am Ende des Cromwell-Krieges war die irische Bevölkerung infolge der Massaker, Seuche und Hungersnot auf 500.000 Einwohner geschrumpft. Die Iren wurden von ihren Besitzungen vertrieben und ihre Ländereien an protestantische Kolonisten abgetreten. Zur Unterdrückung der irischen Katholiken führte man eine Reihe neuer Gesetze, die Penal Laws, ein. In Dublin wurde ein irisches Parlament
Das Dublin Castle aus dem Jahr 1204.
Der Vorplatz des 1592 gegründeten Trinity College.