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VORWORTDunkel war's, der Mond schien helle - wer erinnerte sich nicht an dieses Lügengedicht. Lügengedicht? Nein, das ist nicht wahr! Hier wird nur wunderbar vorgeführt, wie Poesie funktioniert! Reim und Rhythmus zaubern eine Atmosphäre herbei, die auch das Unwahr-scheinhchste wirklich werden läßt: Natürlich kann es stockfinster sein, auch wenn der Mond hell scheint - nur nicht auf einen Blick. Genauso kann ein Auto blitzeschnelle / langsam um die Ecke fahren Ein Gedicht kann Raum und Zeit und Ereignisse zusammenziehen und unsere Wahrnehmungen und Empfindungen verdichten. Und weil in ihm so viel auf einmal passiert, macht es die Welt ereignisreicher, größer.Was die Sprache der Gedichte mit uns anstellt, wenn sie uns aus der üblichen ordentlichen Welt in ihre viel dichtere entführt, ist schiere Zauberei. Und Gedichte hatten von Anfang an den Zweck, bezaubernd zu sein: Das französische Wort für Zauber, Charme, bedeutete ursprünglich nichts anderes als Gedicht" oder Lied". Lied und Gedicht wiederum haben dieselbe Wurzel, denn jedes Gedicht lebt vom Klang und vom Rhythmus. Jedes Kind kennt halb gesungene, halb gesprochene Zauberverse: 1-a-u/Raus