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10 |i s gibt eine áuísere Wirklichkeit und eine innere. JL/ Wir leben immer in beiden Wirklichkeiten, denken aber, dass wir nur in einer zu Hause sind. Wenn die Haut zwischen beiden Wirklichkeiten durchsichtig wird, erschrecken wir und schliefíen die Augen. Manchmal aber begegnen wir jemandem, der sich nicht davor fürchtet, diese dünne Haut zu zerreifíen. Leg dich hierhin", sagt er. Olivér tut es. Er legt sich auf den Rücken und streckt sich aus. Der gesprochen hat, breitet ein Tuch aus grobem Leinen über Olivers Körper. Das Tuch duftet nach Lavendel und hat die Farbe von blassem Flieder. Olivér sieht nur Hánde. Leicht und sehr behutsam ziehen sie das Tuch glatt. Dann das Geráusch, mit dem Stuhlbeine über Fliesen schaben. Etwas rückt nahe an Olivers Láger. Jemand atmet gleichmáfíig dicht neben ihm. Er kann die Wárme des Anderen spüren. Er hört alle Geráusche überdeutlich. Aber er sieht niemanden. Es ist, als wáre dort, wo die Stimme herkommt, ein Schatten, mehr nicht.