Bővebb ismertető
Betrachtet man die Entwicklung der Energiewirtschaft, so ist zu erkennen, daß der Energiebedarf aller Länder stark im Ansteigen begriffen ist. In der Deutschen Demokratischen Republik kann man dabei mit einer Zuwachsrate von etwa 0,64% bis 0,818% je 1 %ige Steigerung der industriellen Bruttoproduktion rechnen. Während im Jahre 1958 der Bedarf an Primärenergie etwa 80 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten betrug, wird dieser im Jahre 1980 bis auf annähernd 296 bis 370 Millionen Tonnen ansteigen. Davon werden etwa 110 Millionen Tonnen selbst abgedeckt werden können, während der Restbedarf an Primärenergie eingeführt, werden muß. Um den. Import so gering wie möglich zu halten, müssen deshalb folgende Forderungen aufgestellt werden:
Erstens muß die eigene Gewinnung von Rohbraunkohle, Erdöl und Erdgas so schnell wie möglich gesteigert werden, und zweitens muß mit geringstem Brennstoffeinsatz ein möglichst großer Bedarf an Nutzenergie gedeckt werden. Die Erreichung eines optimalen Wirkungsgrades aller Anlagen ist deshalb eine unbedingt notwendige Forderung. Alle in der Energiewirtschaft Tätigen müssen begreifen lernen, daß eine bestmögliche Ausnutzung der Kraftwerke bei sparsamstem Verbrauch an Primärenergieträgern die Einnahmen des Staates vergrößert und damit zur Erhöhung des Lebensstandards beiträgt.
Der größtmögliche Wirkungsgrad einer Anlage kann nur dann erreicht werden, wenn man über Wirkungsweise, Betriebsverhalten und Wirtschaftlichkeit einer Anlage genau Bescheid weiß. Diese Kenntnisse aber lassen sich nur durch praktische Untersuchungen gewinnen. Während im Band I die wesentlichsten, für die Durchführung wärme- und maschinentechnischer Untersuchungen erforderlichen Meßmethoden beschrieben wurden, sind im vorliegenden Band II die Vorbereitung, Durchführung und Auswertimg der Untersuchungen selbst dargestellt. Die Untersuchungsmethoden sind durch zahlreiche, meist der Praxis entnommene Beispiele ergänzt. Um die Übersichtlichkeit nicht zu gefährden, wurde auf die lückenlose Aufführung sämtlicher Einzelmeßwerte sowie auf die Durchführung der Korrekturen und Berichtigung einzelner Anzeigewerte verzichtet. Es sind nur die zum Verständnis notwendigen Werte in die Versuchsauswertung aufgenommen worden. Aus demselben Grunde wurden die Untersuchungen auf Anlagen bezogen, deren Aufbau verhältnismäßig einfach ist. Die Art der Versuchsdurchführung und der Auswertung bei großen Anlagen ist die gleiche.
Neben "seiner Aufgabe als Fachschullehrbuch soll das Buch den Studierenden, aber auch den Ingenieuren, Ökonomen und Meistern eine Hilfe bei der Durchführung und Auswertung von wärme- und maschinentechnischen Untersuchungen sein. Die Kenntnisse über Aufbau und Wirkungsweise der zu untersuchenden Aggregate werden vorausgesetzt.
Dieses Buch soll alle in der Wärmewirtschaft Tätigen dabei unterstützen, sowohl die Erzeugung als auch die Verwendung von Energie mit einem Optimum an Wirtschaftlichkeit durchzuführen. Es weist nach, daß dieses Optimum für alle Anlagen erreich-