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SCHÖPFUNGEN AUS DER SCHMIEDE DER NATUREdelmetalle kennen wir in kunstvoll gestalteter, polierter Form - als Schmuckstücke, Münzen und herrliche Kunstwerke. Und doch war die menschliche Gestaltungskraft bei manchen Gegenständen aus Silber und Gold, die zu den seltensten und schönsten der Erde zählen, völlig unbeteiligt.Gold und Silber kommen zwar häufig als abgerundete Nuggets oder als Adern in Felsgestein vor, doch sind sie von Natur aus kristallin; wenn ihre Entstehungsbedingungen es zulassen, treten sie in edelsteinartigenFormen von geometrischer Symmetrie auf. Selten herrschen jedoch Druck- und Temperaturverhältnisse, die den Atomen der Minerale die charakteristische Anordnung in größerem Umfang gestatten. Darüber hinaus brauchen Metallkristalle bei ihrer Entstehung viel Platz; die besten Kristalle bilden sich in von Felsgestein umschlossenen Hohlräumen, wo ihre Ausgestaltung und Ausdehnung nicht behindert wird.In den meisten Fällen werden die sich heranbildenden Metalle durch den beengtenRaum zu Kompromissen gezwungen. Gold zeigt sich manchmal in Gestalt flacher Dreiecke; dabei handelt es sich um abgeflachte Kristalle, denen der Platz zur dreidimensionalen Ausformung fehlte. Aber auch solche Beweisstücke für geometrische Formen bei Gold und Silber findet man äußerst selten. Unter dem Diktat der Gegebenheiten des sie umschließenden Gesteins werden die Metalle zu natürlichen Skulpturen geformt, deren Vielfalt von menschlicher Kunstfertigkeit selten übertroffen wird.