Bővebb ismertető
Vorwort
Es ist ganz natürlich, kurz zu schildern, wie dieses Buch zustande kam. Als mich Herr Direktor William Nygaard im Verlag Aschehoug in Oslo fragte, ob ich ein reich illustriertes Buch über Edvard Münch schreiben wollte, das für kunstinteressierte Menschen bestimmt wäre, hielt ich dies zunächst für eine schwierige Aufgabe. Nie. Stang - mein Mann - und ich hatten schon ein kleineres Buch über Münch geschrieben, das 1971 im Verlag Grundt-Tanum erschienen war. Dies wurde nach dem Tod meines Mannes unter dessen Namen herausgegeben. Er hatte den endgültigen Text des Buchs formuliert, da ich als Direktorin der Oslo Kommunes Kunstsamiinger (Städtische Kunstsammlungen Oslo) mit Arbeit überlastet war. Beide Verlage, Aschehoug und Grundt-Tanimi vereinbarten, daß sie zusammenarbeiten wollten. So einigten wir uns darauf, daß ich ein umfangreicheres Buch schreiben sollte, aber im großen ganzen genauso aufgebaut wie unser erstes Buch. Einzelne Abschnitte unseres gemeinsamen Buchs sind beibehalten worden. Aber je weiter meine Arbeit fortschritt, sah ich mich gezwungen, dieses Erstlingswerk so gründlich umzuarbeiten, daß es jetzt als ein neues Buch erscheint. Deshalb wird dieses auch unter meinem Namen herausgegeben. Die Zitate, die früher in den Text eingefügt waren, sind in diesem Buch stark erweitert und in einer besonderen Spalte aufgeführt worden. Unter den Anmerkungen finden Sie diese am Schluß des Buchs ausführlich erläutert. Das Zeichen OKK bedeutet »Oslo Kommunes Kunstsamiinger«.
Aufgrund der vielen Zitate mußte ich Anmerkungen einfügen. Hier habe ich neues Material verwendet, das ich in norwegischen Museen und Bibliotheken gefunden habe, sowie an Orten, die ich besuchte, als ich in West- und Ostdeutschland Münchs Lebensweg verfolgte. Diese Anmerkungen wurden deshalb am Schluß des Buchs eingefügt, um dem Leser nicht die Lektüre der Texte zu erschweren.
Ich bin den Oslo Kommunes Kunstsamiinger dankbar, daß ich so viele Munch-Zitate aus dem Archiv des Museums veröffentlichen durfte. Viele davon sind schon früher in Schriften unter der Regie der Kommunes Kunst-samlinger veröffentlicht worden (Johan H. Langaard, Reidar Revold, Pál Hougen, Gerd Woll und Arne Eggum).
Viele Zitate stammen aus einem bisher noch nicht veröffentlichten Briefwechsel zwischen Edvard Münch und Jens Thiis. Diese Briefe habe ich dem Munch-Museet überlassen. Die vielen Zitate sind thematisch und chronologisch neben dem Haupttext und den Bildern angebracht worden, da nach meiner Meinung die Biographie Münchs viel lebendiger dargestellt und Münchs Kunst und Persönlichkeit viel klarer wird, sowie auch der Text wesentlich ergänzt wird. Damit den Lesern die Zitate leichter zugänglich werden, mußte ich Münchs ganz persönliche Rechtschreibung und Zeichensetzung etwas den Regeln anpassen. Bei diesem Bemühen und ebenso bei anderen Problemen, die zum leichteren Verständnis beitragen, hat mir der Leiter der Redaktion des Verlags Aschehoug, 0ivind Blom, eine nicht hoch genug einzuschätzende Hilfe gewährt. Ich danke auch Rolf Andersson und dem Verlag Mondádon, die sich bei der Erarbeitung des Layouts im wesentlichen nach meinen Vorschlägen gerichtet haben. Außerdem danke ich den Oslo Kommunes Kunstsamiinger, der Nasjonalgalleriet und den Rasmus Meyers Samlinger sowie auch privaten Besitzern von Bildern Münchs, die mir bereitwillig geholfen haben, als ich während der Neuaufnahmen neue Richtlinien festlegen mußte. Einzelne Farbaufnahmen sind von dem Fotograf des Munch-Museets gemacht worden. Herzlich danke ich auch den vielen alten und neuen Mitarbeitern des Museums, die mir halfen, besonders der Bibliothekarin Frida Tank, den Konservatoren Gerd Woll und Jan Thurmann-Moe, sowie meinen beiden Freunden Liv Schjodt und H. G. Dedichen, die »Publikum«, also vorurteilsfreie Leser waren und eine ganze Reihe nützlicher Anmerkungen vorgeschlagen haben.
Ragna Stang