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I
In einem alten Bauernhaus wütete ein Feuer. Die gleichgültigen Flammen nährten sich von den Seiten eines Manuskripts. Es handelte sich um einen Roman mit dem Titel Schicksal und Sehnsucht, die Blätter kräuselten sich an den Rändern, loderten auf und wurden schließlich zu Rauch.
Das Bauernhaus brannte rasch ab. Die Balken und Dachsparren stürzten zu einem feurigen Haufen zusammen, und als der nichtsahnende Besitzer zurückkehrte, war von seinem Haus und seinem Roman nur noch ein rauchendes Loch im Boden übrig.
Das Bauernhaus war der Schlupfwinkel, in den sich Arthur Bramhall, Professor für amerikanische Literatur an der University of Maine, für sein unterrichtsfreies Jahr zurückgezogen hatte. Der Mann war für die Lehrtätigkeit wenig geeignet, weil er zu Depressionen neigte und lieber allein war. In seinen depressiven Phasen (also fast immer) mochte er niemandem seine Gesellschaft zumuten. Er hatte das alte Bauernhaus gekauft, weil er auf Sex mit Frauen hoffte, die ebenfalls aufs Land gezogen waren und unter Depressionen litten. Die meisten dieser Frauen erschienen ihm depressiv - oder zumindest verbittert wahrscheinlich, weil sie auf dem Land leben mußten. Er wollte zuerst mit ihnen Sex haben und dann einen Bestseller darüber schreiben. Den Roman hatte er geschrieben, aber die Handlung entstammte seiner Phantasie, nicht seiner Erfahrung, denn er hatte bald entdeckt, daß Frauen, die aufs Land gezogen waren, unförmige Overalls trugen, häufig nach Kerosin rochen, zu Sonnwendfeiern gingen und nicht bereit waren, sich die Beine zu rasieren. Für