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Für Alix Faßbender begann dieser Tag wie jeder andere. Punkt sechs Uhr läutete der Wecker, denn sie war eine Frühaufsteherin. Allerdings mußte sie sich wenigstens zehn Minuten rekeln, und dazu stellte sie das Radio an.Sie hörte die Frühnachrichten und war froh, wenn der neue Tag nicht mit einer Schreckensnachricht begann. Aber sie hatte eine ebenso realistische wie positive Einstellung zum Leben und hatte sich damit abgefunden, auch mit den schrecklichen Ereignissen zu leben.Ein etwas komisches Gefühl hatte sie heute morgen im Hals, aber dem maß sie auch keine allzugroße Bedeutung bei, da sie am Abend zuvor mit Freunden einen großen Auftrag gefeiert hatte. Es war spät geworden, und man hatte auch ganz hübsch etwas durch die Kehle rinnen lassen.Alix war vierunddreißig, eine bekannte Architektin, und bei ihren verheirateten Freundinnen als Karrierefrau und Intelligenzbestie verschrien. Freilich sagte man ihr das nicht.Zu ihr war man immer nur freundlich und sogar ein bißchen nachsichtig, da man sie schon der alten Jungfer zusteuern sah. Alix wußte dennoch genau, was man über sie dachte und redete, und es amüsierte sie.Sie brauchte ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Sie sah blendend aus, groß, schlank, langbeinig. Ja, Beine hatte sie, um die sie insgeheim doch von jeder anderen Frau beneidet wurde, wenn auch manch andere,3 I