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Die Dunkelheit war seihon hereingebrochen, als vor dem Tor des Lagers Conversäo III bei Araruama im Staat Rio de Janeiro eine schwarze Limousine hielt, der ein Oberstleutnant und ein Major der Militärpolizei entstiegen. Sie verlangten den Kommandanten zu sprechen. Niemand hatte zu dieser Sturide mit einer Inspektion gerechnet; der Wachhabende, ein Korporal, geriet beim Anblick der Uniformen in Bestürzung. Der Kommandant sei gestern nach Brasilia geflogen, ja, und sein Stellvertreter, Hauptmann Fergusso, habe vor zwei Stunden das Lager verlassen, wahrscheinlich, um nach Araruama zu fahren. Der diensthabende Offizier? Das sei Leutnant Regez, er würde ihn sofort rufen.Die Bestürzung des Korporals wuchs, als sich der Leutnant nicht meldete. Der Korporal wählte zwei, drei andere Nummern und fragte aufgeregt nach Leutnant Regez, immer unter den ihn irritierenden Blicken der beiden Offiziere. Dann sagte er sich, daß ihm das alles schließlich egal sein konnte, er jedenfalls war auf dem Posten, für viel weniger Geld als der Leutnant, der sich bestimmt im Hinterzimmer des Kantinenwirts vergnügte.Er legte den Hörer auf, zuckte die Schultern und blickte den Oberstleutnant fast aufsässig an. Er hatte sechs Dienstjahre hinter sich, und das letzte, in diesem Lager, d^s hauptsächlich der Isolierung politischer Gefangener diente, war keineswegs so angenehm gewesen, wie er es sich vorgestellt hatte; sollten sie ihn doch strafversetzen, wohin sie wollten, selbst Straßen durch den Urwald zu bauen war besser, als hier den Gefängniswärter zu spielen.