Bővebb ismertető
E,illsabeth fühlte sich einsam. Seit ihre Mutter, eine begnadete Pianistin, mit Vater wieder auf Tournee gegangen war, hielt sie es in der großen Villa mit dem prachtvollen Garten kaum mehr aus. Auch ihr Bruder Michael, der in den "Weihnachtsferien aus dem Internat zurückgekommen war, und ihre hochnäsige Cousine Hanna boten nur wenig Abwechslung. Und von Melanie, dem Kindermädchen, der Mademoiselle, wie sie sich nennen Heß, war schon gar nichts zu erwarten, seit ihr Bräutigam Fred zu Besuch gekommen war. Gott sei Dank gab es wenigstens Marie, das einfache Mädchen aus dem Dorf, mit dem Elisabeth sich ungestört unterhalten konnte, wenn Melanie nicht dabei war. Und Balthasar, den Gärtner, der immer ein nettes Wort für sie hatte.Wenn wenigstens Großvater bei mir wäre, dachte Elisabeth. Aber das blieb nur ein Wunschtraum. Seit der alte Mann sich mit ihren Eltern zerstritten hatte, war er nie wieder in das Haus gekommen, sondern lebte auf irgendeiner Hütte in den Bergen, wenn man Balthasars Erzählungen glauben konnte. Aber der alte Gärtner sprach nicht gern von diesen Dingen.Unmutig zog das Mädchen seinen Mantel an und ging Marie besuchen. Das nette, kleine Häuschen, in dem sie wohnte, mit seinen vielen Kindern brachte Elisabeth immer wieder auf andere Gedanken. Auch Maries Mutter, eine liebenswürdige, resolute Frau, ahnte, daß dem Mädchen die Geborgenheit fehlte.Die Stunden vergingen dort immer wie im Flug. Dann begleitete Marie ihre Freundin wieder nach Hause. Marie wollte bis zum Tor nicht mitgehen. Sie sahen einander eindringlich lächelnd in die Gesichter. Elisabeth seufzte. Wenn ich dich nicht hätte, Marie! Hanna ist schon so erwachsen, und Michael ist anders geworden, ganz anders aber das befürchtete ich bereits , weil es dort gar so vornehm zugeht in dem Institut!"Aber vielleicht lernt er eine Menge!"So hat mich auch Balthasar getröstet!"Also auf Wiedersehen!"Elisabeth rief noch einmal zurück: Ich komme morgen gleich nach dem Essen!"