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„Dietertciis de Berne, de quo cantant mstici usque hodie." ERSTES BUCH THEODERICH ERSTES KAPITEL *s war eine schwüle Sommernacht des Jahres fünfliundertsedisund-zwanzig nach Christus. ' Sdiwer lagerte didites Gewölk über der dunkeln Fläche der Adria, deren Küsten und Gewässer zusammenflössen in unterscheidungslosem Dunkel: nur ferne Blitze warfen hier und da ein zuckendes Lidit über das schweigende Ravenna. In ungleichen Pausen fegte der Wind durch die Steineichen und Pinien auf dem Höhenzug, welcher sich eine gute Strecke...
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„Dietertciis de Berne, de quo cantant mstici usque hodie." ERSTES BUCH THEODERICH ERSTES KAPITEL *s war eine schwüle Sommernacht des Jahres fünfliundertsedisund-zwanzig nach Christus. ' Sdiwer lagerte didites Gewölk über der dunkeln Fläche der Adria, deren Küsten und Gewässer zusammenflössen in unterscheidungslosem Dunkel: nur ferne Blitze warfen hier und da ein zuckendes Lidit über das schweigende Ravenna. In ungleichen Pausen fegte der Wind durch die Steineichen und Pinien auf dem Höhenzug, welcher sich eine gute Strecke westlich von der Stadt erhebt, einst gekrönt von einem Tempel des Neptun, der sdion damals halb zerfallen, heute bis auf dürftige Spuren verschwunden ist. Es war still auf dieser Waldhöhe: nur ein vom Sturm losgerissenes Felsstüdc polterte manchmal die steinigen Hänge hinunter und schlug zuletzt platsdiend in das sumpfige Wasser der Kanäle und Gräben, die den ganzen Kreis der Seefestung umgürteten. Oder in dem alten Tempel löste sich eine verwitterte Platte von dem getäfelten Dach der Dedce und fiel zerspringend auf die Marmorstufen — Vorboten von dem drohenden Einsturz des ganzen Gebäudes. Aber dies unheimliche Geräusch schien nidit beaditet zu werden von einem Mann, der unbeweglich auf der zweithöchsten Stufe der Tempeltreppe saß, den Rücken an die höchste Stufe gelehnt, und sdiweigend und unverwandt in einer Richtung über die Höhe hinab nadi der Stadt zu blickte. Lange saß er so: regungslos, aber sehnsüchtig wartend: er aditete es nidit, daß ihm der Wind die sdiweren Regentropfen, die einzeln zu fallen begannen, ins Gesicht schlug und ungestüm in dem mäditigen, bis an den ehernen Gurt wallenden Bart wühlte, der fast die ganze breite Brust des alten Mannes mit glänzendem Silberweiß bedeckte. Endlich stand er auf und sdiritt einige der Marmorstufen nieder: „Sie kommen", sagte er. Es wurde das Licht einer Fackel sichtbar, die sich rasch von der Stadt her dem Tempel näherte: man hörte schnelle, kräftige Sdiritte, und bald danach stiegen drei Männer die Stufen der Treppe herauf. „Heil, Meister Hildebrand, Hildungs Sohn!" rief der voransdireitende Fackelträger, der jüngste von ihnen, in gotisdier Spradie mit auffallend melodischer Stimme, als er die lückenhafte Säulenreihe des Pronaos, der Vorhalle, erreichte.

Termékadatok

Cím: Ein kampf um Rom [antikvár]
Szerző: Felix Dahn
Kiadó: Deutsche Buch-Gemeinschaft
Kötés: Félbőr
Méret: 150 mm x 230 mm
Felix Dahn művei
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