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Ein trauriges Ereignis
»Hallo, Jungens, bringt die Kaninchen aus dem Kinderzimmer in den Stall! Räumt eure Schränke auf! Nehmt Teil mit in den Zwinger! Was glaubt ihr, was das für ein Theater gibt, wenn Vater heute aus Amerika nach Hause kommt, und hier sieht es aus wie in einer Räuberhöhle? Habt ihr >Herzlich willkommen< übermalt? In acht Stunden kommen Vater und Mutter in Grafberg an; dann muß das Schild trocken sein.«
Mit hochrotem Kopf rannte Regina durch die Zimmer, Befehle an ihre Geschwister austeilend. Die Antwort ihrer jüngeren Schwester Maria fiel entsprechend mürrisch aus.
»Laß doch die Quengelei, Regina! Es war immer alles in Ordnung, wenn die beiden ankamen. Jedes Jahr derselbe Rummel hier im Haus!«
Ohne auf Marias Gemaule zu achten, rief Regina dem großen Bruder Theo zu: »Sei so heb und reiß die Kalenderblätter ab. Sie sind beim 2. Dezember 1905 hängengeblieben. Mutter wird schimpfen, weil die Kleinen ihre Schularbeiten falsch datiert haben.« »Noch mehr zu kommandieren?« Theo blickte angriffslustig drein.
»Jawohl, kümmere dich mal darum, wo Wiffken sich herumtreibt. Ich habe sie seit zwei Stunden nicht mehr gesehen.«