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Sie saßen nebeneinander im Wagen, gefangen in einer chromverzierten Blechmuschel, und starrten wortlos durch die Windschutzscheibe. Es roch nach neuem Polsterleder, herb-süßem Parfüm und dem Dunst verbrannten Benzins.
»Hast du eine Zigarette?« fragte sie.
»Ja. Bitte.« Er suchte in der Tasche seines weißen Smokings nach seinem goldenen Etui, klappte es auf und hielt es hin. Sie nahm mit spitzen, rotlackierten Nägeln eine Zigarette, steckte sie zwischen die Lippen und wartete, daß er ihr Feuer gab. Als das Feuerzeug aufflammte, merkte er, wie ihre Lippen zitterten. Es war ein unhörbares inneres Frieren, ein Flattern gehetzter Nerven.
»Danke«, sagte sie leise und blies den ersten Rauch gegen die Scheibe. Dann atmete sie tief auf und lehnte sich in die Lederpolster zurück.
Draußen wehte ein warmer Frühlingswind durch die Nacht und rauschte über die zartgrünen Buchenhecken, mit denen die langgestreckten, flachen Bungalows umgeben waren. Einige Lampen, weit auseinanderstehend, versuchten etwas Licht über die Straße zu streuen. Sie waren nur helle Flecken und störten nicht, denn auch die Finsternis kann einen Hauch von Vornehmheit und Würde haben.
»Das ist also das Ende?« fragte sie, als er weiter schwieg und sich auch keine Zigarette anzündete.
»Ja«, antwortete er kurz.
Martin Abels sagte es härter, als er wollte. Er spürte, wie Inken Holgerson neben ihm zusammenzuckte und Haltung suchte. Sie sog ein paarmal an der Zigarette, inhalierte den Rauch und stieß ihn mit kleinen, schnellen Atemzügen wieder aus.
Warum immer diese Aussprachen, dachte er. Warum kann man nicht auseinandergehen ohne Tränen, ohne Szenen, ohne Rechtfertigungen, Erklärungen und Beteuerungen? Warum kann man nicht sagen: Ich danke dir für viele, viele
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