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VORWORT Berufene PriesterinDer PriesterberufDas Wort Priester" stammt von dem grieciiischen Wort presbyteros" ab. Es bezeichnet einen Menschen, der durch Lebenserfahrung, Eifer und Redlichkeit in seinem Alter fähig geworden ist, seinen Mitmenschen zu helfen und zu raten, wie sie sich in ihrem Leben, besonders in Fragen der Gottes- und Nächstenliebe verhalten sollten.Das lateinische Wort sacerdos", von sacrum dare", bezeichnet einen Menschen, der Mitmenschen in der Liebe zu Gott stärken kann. Das deutsche Wort Priester" erinnert an die Lebensaufgabe aller Menschen - und besonders der Priester eben -, Gott in Seiner Größe zu preisen und Ihm für Seine Liebe zu danken. In gemeinschaftlichen Gottesdiensten bedenken wir voll Dankbarkeit das Leiden und Sterben Jesu Christi und wir preisen Seine Auferstehung (1 Kor 11,26; 1 Petr 2,12).Es gibt keinen einzigen stichhaltigen Grund - weder theologisch noch aus der Tradition -, Frauen das Weiheamt zu verweigern. Neben der göttlichen Berufung gibt es einen wichtigen Grund, ihnen priesterliche Vollmacht zu geben: Nur Frauen können helfen! Weit mehr Frauen als Männer erfüllen ihre religiösen Pflichten. Warum sollten sie ihr Charisma für die Gemeinde nicht zum Nutzen aller leben dürfen?Die Berufung von Karin LeiterAlle Menschen sind vernunftbegabte und liebesfähige Lebewesen, rational und relational. Darüber hinaus gibt es aber noch individuelle Begabungen. Da ist jemand besonders sprachbegabt, ein anderer fühlt sich in der Welt der Zahlen und Rechnungen so richtig zu Hause, es liebt jemand die Musik besonders und hat ein feines Gehör für Töne. Die Farben und Formen bewegen diesen Menschen, den anderen eine Sportart, der Tanz Es gibt die scharfen Denker, die visionären Träumer. Jede Begabung macht Gottes Schöpfung so sehr reich und vielfältig. Es gibt eine Begabung, die sehr selten ist: die Begabung zum religiösen Menschen. Zu diesen gehört Karin Leiter.