Bővebb ismertető
^ ieses Meer war einmal ein See aus Eis. Hohe Berge schau-' f J ten über eine Gletscherebene, bekrustet von Schnee und ge-J^ peitscht von eisigen Winden. Granitbecken wölbten sich seitlich unter der Eislast, um sie in unregelmäßige Küsten zu fassen. In künftigen Zeiten werden Geröll und Geschiebelehm vom mühseligen Kriechen des Packeises über vergrabenen Fels und Sandstein berichten, Moränen und Drumlins vom Vorrücken und Weichen, das Gräben furcht und Grate vorantreibt. Der Meeresgrund war hier lange vorbereitet, ehe es ein Meer gab, ihn zu bedecken. In der Zeit dazwischen kam die Herrschaft des Eises.Verwerfungen und Bruchflächen heilten und verschmolzen, wurden unsichtbar, bis der Bottnische und der Finnische Meerbusen, die Buchten von Riga und Danzig nicht mehr vom Zentralbassin zu unterscheiden waren, das sie verband. Schneestürme aus dem Norden hinterließen ihre Schneewehen, die dichter und dichter wurden, bis sich unter dem Gewicht sogar die Erdkruste neigte. Adern gefrorenen Öls verliefen wie die Trossen einer wracken Flotte, wanden und trafen sich im Dunkel tief unter der Oberfläche. Wie aus der Erde hochgesprengt und in der Luft angehalten sprenkelte Grus das Eis; Felsen barsten und hingen reglos im Dunkel dieser katastrophalen Froststarre. Nichts atmete hier. Es muß einmal der toteste Ort auf Erden gewesen sein.Das Aufbrechen der Oberfläche: eine fahle Scheibe aus Licht, das im schneefleckigen Himmel aufkeimt, regt die Erdachse unten zu radikalem Kippen an. Stürme weichen Böen und tückischen Wirbelwinden, Eisriesen brüllen in die Nacht. Ein Zoll Schlick bezeichnet tausend Jahre, ein Äon bedeutet einen einzigen Bogengrad, und nach diesem Maßstab hat es zu tauen begonnen. Es wird ein Jahrhundert aus Jahrhunderten knirschenden Eises geben, ein Zeitalter schabender Gletscher, bis des ersten Kristalls gleißendes Schmelzen sich flüs-