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VORWORT ZUR 3. AUFLAGE
Die hunderttausend Exemplare der beiden ersten Auflagen des Kataloges der Gemäldegalerie Dresden sind vergriffen. Die jetzt vorliegende dritte Auflage weist gegenüber den beiden ersten Auflagen einige Änderungen im Verzeichnis der Künstler und Gemälde auf, die wegen der Veränderungen in der Galerie notwendig geworden sind. Während in den ersten zwei Jahren nach der Wiedereröffnung der Gemäldegalerie im Semperbau nur die Heimkehrer aus der Sowjetunion ausgestellt waren, sind jetzt im Galeriegebäude am Zwinger noch eine Anzahl wertvoller Gemälde aus Pillnitz mit untergebracht worden, die zu den alten Meisterwerken der Gemäldegalerie gehören.
Vom 3. Juni 1956, dem Tage der Wiedereröffnung der Gemäldegalerie, bis zum Erscheinen der 3. Auflage des Kataloges im Herbst 1958 haben über eine Million Besucher sich an den herrlichen Kunstschätzen in der Sempergalerie erfreut. Darunter waren Gäste aus allen Erdteilen — aus Afrika, Asien, Amerika und Australien sowie aus allen europäischen Ländern. Aus der westdeutschen Bundesrepublik waren annähernd hunderttausend Besucher in der Gemäldegalerie, ebenso viele aus der benachbarten Tschechoslowakei, ferner viele tausend Menschen aus der Volksrepublik Polen und Zehntausende Sowjetbürger.
In unserem Gästebuch haben hervorragende Persönlichkeiten aus der ganzen Welt ihre Freude über das Wiedererstehen der Dresdner Gemäldegalerie und ihre Gestaltung niedergeschrieben. Ben Nicolson, der Herausgeber der bedeutendsten britischen Kunstzeitschrift „The Burlington Magazine", der in den letzten Jahren alle Galerien Westeuropas besucht hat, erklärte, „daß keine so schön ist wie die im Semperbau". Der Direktor des Puschkin-Museums in Moskau, in dem die Dresdner Meisterwerke bis zu ihrer Übergabe an die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik bewahrt und gepflegt wurden, erklärte: „Wir sind froh, daß die Gemälde, denen wir unsere ganze Liebe zuwandten, in so guten Händen und so ausgezeichnet untergebracht sind."
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