Bővebb ismertető
Bei ihrer Arbeit in einer New Yorker Galerie lernt Jenny MacPartland den gutaussehenden und überaus talentierten Maler Erich Krüger kennen, und bald schon hängt der Himmel für sie voller Geigen, denn der wohlhabende Künstler bittet sie, seine Frau zu werden. Überglücklich folgt sie ihm mit ihren beiden kleinen Töchtern auf seine Farm in Minnesota.Aber es dauert nicht lange, da fühlt Jenny sich in dem einsamen Farmhaus zunehmend unbehaglich. Plötzlich zeigt sich Erich mißtrauisch und unberechenbar. Warum verschwindet er tagelang im Wald, um in einer versteckt liegenden Hütte seine Bilder zu malen ? Was bedeutet die verborgene Schiebetür hinter Jennys Bett, und welches Geheimnis birgt das Grab drüben auf dem Hügel?Als es zu einer Reihe unerklärlicher Zwischenfälle kommt, weicht Jennys Besorgnis blankem Entsetzen. Ein Mann ertrinkt im nahe gelegenen Fluß, ein anderer gerät unter die Hufe eines tobenden Pferdes - und immer tiefer versinkt Jenny im Strudel des Unheils, aus dem keine Rettung möglich scheint.PROLOGIn der Morgendämmerung machte sich Jenny auf die Suche nach der Hütte. Die ganze Nacht hatte sie kein Auge zugetan, hatte regungslos in dem großen Himmelbett gelegen, erdrückt fast von der lastenden Stille des Hauses. Obwohl sie seit Wochen wußte, daß es vergebhch war, wartete sie immer noch auf das um Nahrung bettelnde Geschrei des Babys. Ihre Brüste waren noch gefüllt, waren bereit, den Hunger des Kleinen zu stillen.Schließlich knipste sie die Nachttischlampe an. Das Licht brach sich in der Kristallschale auf der Frisierkommode. Die kleinen Stücke Fichtennadelseife in der Schale warfen einen gespenstisch grünen Farbton auf den antiken Silberspiegel und die Bürsten, die ebenfalls dort lagen.Sie stand auf und zog sich warme Unterwäsche, die sie unter ihrem Skianzug zu tragen pflegte, und die dünne Nylon Windjacke an. Um vier Uhr hatte sie das Radio eingeschaltet. Der Wetterbericht hatte für das Gebiet um Granite Place in Minnesota keine Änderung vorhergesagt; die Temperatur betrug um diese Zeit minus siebzehn Grad, bei böigem Wind aus nördlicher Richtung.Doch das war unwichtig. Nichts war mehr wichtig - außer ihrem Plan, den sie sich in den schlaflosen Stunden zurechtgelegt hatte. Sie würde versuchen, die Hütte zu finden, selbst wenn sie draußen erfrieren sollte. Irgendwo in diesem Wald voller Ahornbäume und Eichen und dichtstehender Nadelbäume mußte sie sein. Einmal war Erich ohne seinen Schlüssel zur Hütte gegangen. Vierzig Minuten später war er wieder dagewesen und hatte ihn geholt. Das bedeutete, daß die Hütte vom Waldrand aus in etwa zwanzig Minuten zu Fuß zu erreichen war.Er hatte sie nie dorthin mitgenommen. Bitte, versteh doch, Jenny", hatte er fast flehend gesagt. Jeder Künstler braucht einen Ort, an dem er ganz für sich sein kann."Sie hatte nie versucht, die Hütte zu finden. Den Arbeitern auf der Farm war es streng verboten, den Wald zu betreten. Selbst Clyde