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Eine Limonade für mein Schätzchen
Irgendwo auf der Reise von Salisbury nach Johannesburg schütteke das Mädchen den einen Namen ab und tauchte unter dem anderen wieder auf. Während sie Gummi kaute und den auf- und abschwebenden Felsgürtel an sich vorbeigleiten ließ, die Zwischenstationen, wo schwarze Kinder winkten, die äsende Springbockherde, die vor dem nahenden Zug in schreckhaft weiten Fluchten dem Horizont zustrebte, warf sie die »Kim« mitsamt ihrem Schulstrohhut ins Gepäcknetz und entschied sich für Hillela. Die braunen Strümpfe rutschten ihr an den Beinen herunter und prickelten angenehm an den feinen Härchen. Sie kramte Sandalen und ein Kleid aus ihrem Koffer und zog sich um, ohne sich um die anderen Frauen im Abteil zu kümmern. Sie fuhr, wie jedesmal, zu einer ihrer Tanten mütterlicherseits, bei der ihr alle denkbaren Vorteile geboten wurden, und kam aus einem rhodesischen Mädcheninternat. Wenn man sie fragte, warum sie nicht in Südafrika zur Schule ginge, antwortete sie stets, ihr Vater sei in Salisbury aufgewachsen, und deshalb schicke man sie dorthin. Sie war ja nicht das einzige Kind, dessen Eltern geschieden oder getrennt oder sonstwas waren. Aber sie war die einzige Hillela unter lauter Susans und Clares und Fionas. Was war das eigenthch für ein Name? Wußte sie selber nicht, konnte sie nicht erklären. Was sie ohne Zögern erklärte, war, daß man sie jedenfalls ewig bei ihrem zweiten Namen, Kim, gerufen habe. Im Lauf der Jahre nannten sogar ihre Lehrer sie niemals anders als Kim. Keiner fand was dabei, wenn sie sonntags mit all den anderen Kims, Susans, Clares und Fionas in die anghkanische Kirche ging, obwohl in ihren Schulpapie-