Bővebb ismertető
1Heute wirst du sterben. Der Gedanke war da, als die letzten Töne des Weckers unregelmáBig zerfielen, war da wie ein Funke, den der Organismus benötigte, um aufzuspringen. Aus den Tiefen des UnbewuBten hervorgeschleudert, liefi er Brockmüller hellwach werden. Diesmal hatten ihn keine Tráume hochschrecken lassen, in denen er in brennenden Flugzeugen abgestürzt und von berstenden Bőmben zerfetzt worden war, diesmal weckte ihn dieser Gedanke, diese Stimme, die sich in seinem Kopf verfangen hatte. Heute wirst du sterben. Brockmüller drehte den Kopf herum, um auf dem dunklen Zifferblatt zu erkennen, was kleiner und was groBer Zeiger war. Zehn Minuten vor sechs ... Gestellt hatte er das Dings auf fünf nach sechs. Wieder ein Haufen Schlaf verschenkt. Was diese Apparate an Toleranzen hatten, war eine echte Schweinerei. Das frühe Aufstehen machte ihn fertig. Es ist ja dein letzter Morgen. Diese Todesahnungen! Seit Annelie schwanger war, wurde er von der Vorstellung gequalt, daB er sterben muBte, bevor sein Kind geboren war. Egal ob Alexander oder Anna-Lena - er würde ihn beziehungsweise sie nie zu sehen bekommen. Er kam nicht mehr los davon, das war zwanghaft. Er war Betriebswirt, aber daB man so was Zwangsneurose nannte, wuBte er. Doch wenn er sich damit zum Psychiater wagte und sein Personalchef erfuhr davon, erging's ihm noch wie Senator Eagleton: für Führungsaufgaben ungeeignet.