Bővebb ismertető
Vorwort
Zur Zeit als ich noch in Nanking wohnte, in China, verfolgte ich mit großem Interesse verschiedene neu sich durchkämpfende Zeitschriften, hauptsächlich um zu erfahren, wie es mit meinen eigenen Angelegenheiten im revolutionären China stand. Da war ein Literaturheft, das hieß: »Kritisches China«. Ich las dies Heft für Heft, weil darin junge intellektuelle Chinesen ihre Ansichten und Hoffnungen aussprachen. Ihre Sprache war englisch, teilweise deshalb, weil sie ein englisch sprechendes Publikum wünschten, und teilweise, weil etliche von ihnen fließender englisch schrieben als chinesisch. Dann erschien eines Tages in dieser Zeitschrift eine Spalte unter dem Titel: »Der kleine Kritiker«, unterzeichnet von einem gewissen Lin Yutang, von dem ich bisher noch nichts gehört hatte. Diese Spalte brachte unveränderlich frisch und treffend eine kühne Bemerkung über irgendeine Begebenheit des alltäglichen Lebens, der Politik oder der Wirtschaftsfragen. Was nun meine Bewunderung am meisten hervorrief, war die Furchtlosigkeit dieser Artikel. Zu einer Zeit, in der es gefährlich war, die Mächtigen zu kritisieren, sprach »Der kleine Kritiker« mutig seine Meinung aus, indem er sich vor ihnen nur durch Witz und Komik rettete. Dieser Witz, dessen Innenseite Furchtlosigkeit war, blieb, während andere sich scheuten, unbarmherzig, wo keine Barmherzigkeit gefordert wurde und behielt zugleich alle Sympathie und Anerkennung übrig für den gewöhnlichen Mann in China, den Bürger und das Proletariat. Auf diese Weise zog er alsbald auch die Aufmerksamkeit anderer Leser auf sich. Man begann zu fragen: »Wer ist denn dieser Lin Yutang?«
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