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Vorwort
Krishnamurti wurde 1895 als achter Sohn einer Brahmanen-familie in Indien geboren. Sein Name ist von Shri Krishna abgeleitet, einer göttlichen Inkarnation des Hinduglaubens. Krishna war selbst der ACHTGEBORENE seiner Eltern.
Krishnamurti kam schon sehr jung nach Adyar, dem Hauptsitz der Theosophischen Gesellschaft. Er wurde dort im theosophischen Sinne erzogen. Seine persönliche Ausstrahlung und sein verhaltenes Wesen beeindruckten seine Lehrmeister so stark, daß sie bereits 1911 für ihn den »ORDER of the STAR of the EAST« gründeten und den Sechzehnjährigen zum Haupt dieses Ordens machten.
Die Jahre vergingen für ihn lernend, reisend, lehrend bis zu jenen Tagen der Stille, da eine innere Verwandlung ihn von jeder Bindung löste und er folgerichtig den Orden am 3. August 1929 auflöste. Es war für die Theosophen ein Erdrutsch, eine Katastrophe. Was sie in Jahren in begeisterter Hoffnung aufgebaut hatten, brach mit einem Schlag zusammen. Welche gewaltigen Kräfte müssen Krishnamurti zu diesem Schritt bewogen haben und welche Erkenntnis und tiefe Einsicht muß dieser Entscheidung vorausgegangen sein.
Er verkündete damals der Welt, daß die Wahrheit ein pfadloses Land sei, grenzenlos, dem man sich nicht durch irgendeine festgelegte Religion nähern kann. »Mein einziges Interesse«, so sagte er, »besteht darin, den Menschen absolut, unbedingt frei zu machen«. Damit war das Grundthema angeschlagen. Seit jenem Tage bereist Krishnamurti unermüdlich den Erdball und spricht zu den Menschen aller Nationen. Es ist sein leidenschaftlicher Wunsch, den Menschen zu dieser inneren Freiheit zu verhelfen. Er findet für dieses ewige Thema immer neue Formulierungen, mit denen er die grenzenlose Fülle des Lebens von vielen Seiten beleuchtet.