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KOSMISCHES ERLEBNIS
Da stehe ich nun mit meinen zwei kleinen Handkoffern und der karierten Tasche und will nach Fernost fliegen
Da stehe ich nun in dem Zwielicht jenes naßkalten Herbstmorgens um fünf Uhr in dem Schalterraum auf dem Flugplatz von Schiphol in Amsterdam und warte, daß ich mit meinem Gepäck zusammen gewogen werde.
Über mir hängen die Weltkarten. Durch die große Glastür sehe ich auf eine weite Fläche aus Zement, die eingesäumt ist mit roten Lichtern. Jenseits gehen mächtige Torflügel auseinander. Jetzt rollt eine riesige zweimotorige Douglasmaschine auf Gummirädem aus einer dimklen Halle. An ihrem Rumpf steht „Falke". In dem Schalterraum herrscht eine ruhige Betriebsamkeit. Mein Paß mit den dreiundzwanzig Visen wird nochmals überprüft, ebenso die Zertificate, daß ich gegen Pocken, Pest, Cholera, Typhus und Paratyphus geimpft bin. Auch meine Flugkarten, die nach Niederländisch-Indien xmd zurück nach Deutschland lauten, werden erneut begutachtet. Gotdob stimmt alles, vmd mein bescheidenes Gepäck zeigt keine Überfracht. Das kann ich mir auch nicht leisten.
„Sie werden also zunächst bis Siam fliegen?" fragt mich der Beamte.
„Ja — von Bangkok fliege ich dann mit der „Imperial Airways" nach Hongkong. Später weim ich von Japan nach Singapore zurückkomme, fliege ich wieder mit der K.L.M. (de Koninklijke Lucht-vaart Maatschappij) weiter nach Bali."
„Wir haben überall den Vertretern Mitteilung gemacht, daß man sich Ihrer besonders annimmt", sagt der holländische Beamte liebenswürdig und setzt hinzu: „Auch die Flugkapitäne wissen Bescheid, daß Sie als Berichterstatterin den Flug machen. Sie werden stets den besten Platz im Flugzeug bekommen".
Ich bin dankbar und doch unsagbar müde und dabei überwach. Ich kann es noch gar nicht fassen, daß ich all der unendlichen Schwie-