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ERSTE FREUDEN
An einem Wintersonntag des Jahres 1878 wurde ich zu Tölz in Oberbayern geboren. An diesen schönen vielbesuchten Badeort, bei dem die grüne Isar aus den Alpen hervorschäumt, sind mir leider nicht viele Erinnerungen geblieben; mein bewußtes Leben begann erst in dem nahen Königsdorf, wo sich mein Vater bald nach meiner Geburt als Arzt niederließ. Wir bewohnten hier sieben Jahre lang ein kleines einstöckiges Haus, in dessen unteren Räumen die Kranken behandelt wurden; oben lagen die Familienzimmer. Wie es in diesen aussah, wüßte ich nicht mehr zu sagen; dagegen lebt mir das Draußen vor dem Fenster noch klarer im Gedächtnis, auch mancher wertlose Gegenstand, dem ich erste Freuden verdankte. Da war ein blaugraues pyramidisches Granitstück, von eingesprengten Glimmerplättdien flimmernd; ich schätzte es mehr als alle gekauften Spielsachen und machte es zur Grundlage meiner kleinen Gebäude. Das Schönste aber war eine große durchsichtig-blaue Glasperle, die jemand oben am Fenster aufgehängt hatte, so daß ich sie nach Belieben hin und her pendeln lassen konnte, schnell und kurz, langsam und weit, und immer schien ihre Bewegung mit allem, was ich sonst wünschen und beginnen mochte, geheimnisvoll ineinanderzugehen.
Einmal weckte mich die Mutter nachts und trug mich auf die Straße hinab. Da standen Leute beisammen, murmelten untereinander und betrachteten den Himmel. Eine Hand
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