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PROLOGWährend unserer ganzen Jugendzeit hatte die Familie Asteil in der Nähe des Dorfes Douzy im gleichnamigen kleinen Chäteau gelebt, das versteckt zwischen den Weinbergen der sanften Hügellandschaft der Champagne liegt. Die Eltern meines Vaters - mein amerikanischer Großvater und meine französische Großmutter -, mein Vater und meine amerikanische Mutter, mein Bruder und dessen Zwillingsschwester, ich, unsere Freunde, unsere Liebschaften wir alle lebten in einer Welt des Glücks, von der niemand glaubte, daß sie je enden könne.In jenen Tagen war Douzy mit dem Dorf, dem Obstgarten, in dem wir Äpfel stahlen, dem See, auf dem wir ruderten, den Wiesen, auf denen wir Blumensträuße pflückten, den Weinbergen und Weinkellern, dem Wirtschaftshof mit dem Duft frischgebackenen Brotes, den Pferden und Kühen der Mittelpunkt unseres Lebens, ein Hort der Wärme und Geborgenheit. Obwohl wir nie im Überfluß lebten, waren wir auch nie arm, und es schien uns damals, in jenen fernen Tagen meiner ersten großen Liebe, undenkbar, daß diese sichere Welt jemals zerbrechen würde.Für solche Befürchtungen bestand auch kein Grund. Selbst nach dem 3. September 1939 blieb Douzy eine einzigartige amerikanische Enklave in einem Krieg, der allen Anzeichen nach in Langeweile zu versanden schien. Und wenn wir schon gelegentlich Geschützstellungen in der Champagne sahen oder von der Maginot-Linie lasen, dann schenkten wir dem kaum Beachtung. Wir lebten schließlich in Frankreich, geschützt von einer Armee, die an Tapferkeit und Kampfkraft unübertroffen war. Wir - und viele Tausende mit uns -beobachteten das Geschehen um uns herum mit fast arroganter Gelassenheit. Wir trugen unsere Sorglosigkeit sogar stolz zur Schau, als könnten Amerikaner auch in Frankreich immer neutral bleiben und die Augen vor den Gefahren, die sie umgaben, verschließen.