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JCapiief 1
i^^^ie Schaufensterpuppe, die Karla am meisten zu schaf-fen machte, war ein Mann; dunkle Kunsthaare, Bürstenschnitt, schmales Gesicht, Hornbrille, Lippenbärtchen, verhaltenes Lächeln mit einem Anflug von Spott. Er konnte nur sitzen, der Typ, und das mit übereinandergeschlagenen Beinen und lässig verschränkten Armen. Hätte sie ihm eine Badehose oder Boxershorts anziehen müssen, sie hätte sich nicht beklagt. Aber im Dezember, kurz vor Weihnachten, musste auch der zäheste Stubenhocker einen Skianzug tragen, er gehörte zum Wintergeschäft.
Nervös gab sie dem sperrigen Bein, das sich so salopp über das andere spreizte, einen Tritt. Doch da rührte sich gar nichts. Geduld war angesagt, Geduld und Sympathie, beides notfalls künstlich, aber unbedingte Voraussetzung für eine gute Schaufensterdekoration.
Er hieß Rhoderich, seinen beiden Kollegen hießen Roland und Rolf. So hatte es die Herstellerfirma bestimmt, offenbar gab es für jeden „Wurf" die gleichen Anfangsbuchstaben -und so war es gebüeben.
Rolf wurde von den Verkäufern gelegentlich auch „der Windschnittige" genannt, weil er, flach vornüber gebeugt, auf einem Motorrad saß und meist enganliegende Kleidung trug. Auch er war - was das Anziehen betraf - für Karla ein schwieriger Fall.
Nun aber zu Roland, der einfach nur so dastand, aufrecht, einen Fuß etwas nach außen gedreht, ohne Allüren, ohne