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Einer schießt quer [antikvár]

Einer schießt quer [antikvár]

 
NUMMER 421KOMMISSARXEinersdiießtquerDas Hindernis, das der Boß am meisten fürchtete, war einsachtzig groß und wohnte in Bronx. Damit lag er genau richtigEs ging alles so schnell, daß Derry S. L. Henniker keine Zeit mehr hatte, den Alarmknopf zu drük-ken. Er vergaß zu atmen, als die vier Gestalten im weißen Kittel wie aus dem Boden gewachsen vor ihm standen.Zwei blauschimmernde Pistolenläufe zielten auf seinen Magen und verursachten ein saltsames Ziehen in den Rückenmuskeln. Gib den Schlüssel, Dicker!" sagte der Größte und trat...
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NUMMER 421KOMMISSARXEinersdiießtquerDas Hindernis, das der Boß am meisten fürchtete, war einsachtzig groß und wohnte in Bronx. Damit lag er genau richtigEs ging alles so schnell, daß Derry S. L. Henniker keine Zeit mehr hatte, den Alarmknopf zu drük-ken. Er vergaß zu atmen, als die vier Gestalten im weißen Kittel wie aus dem Boden gewachsen vor ihm standen.Zwei blauschimmernde Pistolenläufe zielten auf seinen Magen und verursachten ein saltsames Ziehen in den Rückenmuskeln. Gib den Schlüssel, Dicker!" sagte der Größte und trat einen Schritt näher. Seine Augen blickten kalt und wie tiefgekühlter Wodka. Ein anderer war lautlos zur Tür gehuscht und hatte ebenso leise den Schlüssel herumgedreht. Dann knipste er einen Schalter ein. Auf der anderen Seite leuchtete das Schild Nicht störenl" auf.Der dritte hatte den Telefonhörer abgenommen und auf den blankpolierten Schreibtisch gelegt. Für ein paar Minuten war der allgewaltige Boß der Boston Transport Company stillgelegt wie ein U-Boot im Trockendock.Noch zögerte Henniker. Er musterte die vier Gangster der Reihe nach' und rutschte dabei seinem Schreibtisdi näher. Noch zwei Zoll trennten seinen Schuh von dem Klingelknopf der Alarmanlage.Ihr seid verrückt!" keuchte er und achtete nicht auf die Schweißperlen, die über seine Stirn liefen.Statt einer Antwort pfiff etwas durch die Luft. Röchelnd brach Henniker zusammen. Die Stahlrute hatte ihn kurz unterhalb des Nackens getroffen.Mit einem brutalen Griff riß ihn der Schläger vom Sessel und durchwühlte seine Taschen. Er fand einen Schlüsselbund und hakte einen gezackten Vierkant ab. Er warf üin dem Kumpan zu, der dem Tresor am nächsten stand. Mit wenigen Griffen hatte dieser das Stahlungetüm geöffnet. Schmatzend ging die Tür auf.Ohne ein Wort zu sprechen, räumten sie die oberste Schublade aus. Die Dollarbündel verschwanden in einer Monteurtasche, die Tür wurde wieder zugeworfen.Nach dreißig Sekunden war der Spuk vorüber. Sie verließen das Chefzimmer, huschten mit schnellen Schritten über den Flur und verschwanden auf der Nebentreppe.Im Hof stand ein unscheinbarer Lieferwagen. Die Tasche flog unter den Sitz, und die vier Männer kletterten hinein. Der Pförtner nickte ihnen zu, als sie die Einfahrt passierten. Der Fahrer winkte lässig zurück, dann verschwand der Wagen um die Ecke. Minuten später hatten sie sich in den dichten Freitagnadimittagsverkehr eingeordnet.Noch während des Fahrens zogen sie die Arbeitskittel aus und rollten sie zusammen. Zwei Blocks weiter hielten sie an. Einer sprang heraus und lief ein paar Schritte zurück. Aus einerParklücke rangierte er einen Chrysler. Der Lieferwagen fuhr hinein, und sie stiegen um. Der Fahrer polierte die Griffe und das Lenkrad, dann steckte er die Kittel in eine Mülltonne. Gemächlich stieg er in den Fond des Chrysler. . Zurück zum Hauptquartier!" sagte er, steckte sich eine pechschwarze Zigarre an und langte nach vorn zum Autoradio. Er stellte den Polizeifunk ein und lauschte aufmerksam den Meldungen.Als sie die City von Boston verließen, war ihr Überfall noch nicht entdeckt. Zufrieden hing jeder seinen Gedanken nach. Der Chrysler rollte durch die vornehmen Wohnviertel der Außenbezirke und bog dann in die Linden-Street ab. Hier standen etliche Holzbungalows inmitten großer Gärten.Vor einem dieser Häuser stoppte der Wagen. Der Fahrer drückte auf einen Knopf, und das schmiedeeiserne Tor öffnete sich automatisch. Sie rollten auf den gepflegten Kiesweg und kamen bis kurz vor die Garage.An alle!" quäkte es aus dem Lautsprecher. Großfahndung nach einem Ford-Lieferwagen, der mit vier Männern besetzt ist. Vorsicht, die Gangster sind bewaffnet!"Es folgte das Kennzeichen und eine kurze Beschreibung der vier.Pfui!" entrüstete sich Brazil. Sind wir etwa Gangster? Wo bleibt da die Höflichkeit der Cops?"Sie stiegen aus. Slinger fuhr den Wagen in die Garage. Brazil, Jason und Elmar gingen ins Haüs. Sie marschierten in den Wohnsalon, in dem die Whiskyvorräte aufbewahrt wurden, und gingen schnurstracks zur Hausbar. Kaum hatte Slinger die Spiegelglastür geöffnet, als sie auf dem Absatz herumfuhren.In der Tür zum Nebenzimmer stand ein hochgewachsener Mann. Er war weißblond, hatte grüne Augen und eine Bürstenfrisur. Lässig lehnte er am Türrahmen und hielt die Hände in den Hosentaschen vergraben.

Termékadatok

Cím: Einer schießt quer [antikvár]
Kiadó: Erich Pabel GmbH & Co.
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 150 mm x 220 mm
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