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iProlog in den Räumen der MordkommissionKriminaloberrat Dr. Weber hatte aufmerksam zugehört. ,Ja, Sie können recht haben, da braut sich was zusammen . . ."Ich habe das dunkle Gefühl, daß eines Tages ein Fall Kolczyk/ Ziegenhals auf uns zukommt", sagte Oberkommissar Rannow. Da besteht irgendeine seltsame Querverbindung, die nicht ganz astrein ist."Möglicherweise sind sie weitaus stärker in unseren Mordfall verwickelt, als wir bisher annehmen können. Wenn einer von beiden wirklich unser Täter ist, erklärt das vieles."Ganz meiner Meinung."Dr. Weber nahm einen leicht zerknitterten DIN-A 4-Bogen zur Hand und studierte die Fakten, die Rannow und seine Leute zusammengetragen hatten.Kolczyk, Rüdiger RobertGeb. am 17. Juli 1926 in Zeuthen b. BerlinKolczyk wächst in einer begüterten und sehr konservativen Familie auf. Sein Vater, ein aktiver Oberst, fällt im April 1945 in der Nähe von Bologna. Bis dahin hatte er seinen Sohn vor der Einberufung bewahren können, jetzt wird Rüdiger Kolczyk zum Volkssturm geholt. Von Todesahnungen gequält, verbringt er die letzte Nacht vor dem ersten Einsatz mit dem Flüchtlingsmädchen Reinhild Reschinski, die mit ihrer Mutter bei ihnen einquartiert ist. Beide überleben und heiraten im August 1945. Kolczyk hat sich wegen der Ehe und aus weltanschaulichen Gründen mit seiner Mutter entzweit. Im Januar 1946 wird seine Tochter Regina geboren. Sie haben es schwer, sich durchzuschlagen. Kolczyk studiert, seine Frau verdient den Lebensunterhalt mit Heimarbeit. Ein Freund seines Vaters hilft ihnen dann, sie fahren mit ihm in die USA, wo Kolczyk in Durham, North Carolina, studiert. Dieser Mann stirbt aber nacli knapp einem Jahr, und sie müssen nach Deutschland zurückkehren, wo es ihnen finanziell sehr schlecht geht, ^^tte 1951 erkrankt seine Frau; aus einer Lungenentzündung ergibt sich eine Tbc. Kolczyk ist gezwungen, das Studium so schnell wie möglich zu beenden. Es glückt, er erhält den Doktortitel und findet eine Anstellung in der Industrie, die einen Sanatoriumsaufenthalt seiner Frau und ein sorgloseres Leben ermöglicht. Als er dann 1957 nach dem Tode seiner Mutter die Erbschaft antritt es sind etwas über 800 000 DM , kehrt er an die Universität zurück und macht Karriere. Er hat einflußreiche Freunde in Bonn. Man prophezeit ihm eine glänzende Zukunft in Politik und Wissenschaft.