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I. Gesetz von der Erhaltung des Stoffes und der Energie
Schon 1759 konnte der Turiner Pater Beccaria durch Verbrennen von Metallen im abgeschlossenen Luftraum zeigen, daß das Gesamtgewicht unverändert bleibt, die Metalloxide aber schwerer sind. Daß das Gew. einer ehem. Verb, gleich dem der sie bildenden -StoflFe ist, hat A. L. La-voisiER (1743—1794) als erster klar ausgesprochen.
Neben diesem Grundgesetz von der Erhaltung des Stoffes ist noch ein zweites von Bedeutung, das der Heilbronner Arzt J. R. von Mayer 1842 theoret. entdeckt u. der engl. Physiker J. P. Joule 1842—1850 experimentell bewiesen hat u. dessen allg. Bedeutung H. von Helmholtz 1847 in einer grundlegenden Arbeit niedergelegt hat: „In einem abgesdilossenen System, in dem sich beliebige mechan., therm., elektr., opt. oder ehem. Vorgänge abspielen, bleibt die Gesamtenergie unverändert." Durch das von A. Einstein (1879—1955) aufgestellte Äquivalenzgesetz, nach welchem Masse in Energie u. Energie in Masse verwandelt werden können, ist es notwendig geworden, die beiden Gesetze zu einem einzigen Gesetz von der Äquivalenz zwischen Masse u. Energie zusammenzufassen. Die bei einer Rk. auftretende Energie beeinflußt im allg. die Masse u. damit das Gew. nur unwesentlich. Bei einer Knallgasreaktion werden z. B. pro Mol (18 g) rund 60 000 cal frei, so daß ein Mas'sendefekt von ca. 3 ¦ 10~9 g eintritt. Gasleuchtröhren haben eine Strahlungsenergie bis zu lO^W-Sek. (= 10-^ g); die gleiche Energie wird der Leuchtröhre elektr. zugeführt; ihre Masse bleibt darum auch theoret. unverändert.
1. Verbrennen von Stahlwolle
(nach Beccaria)
2 Jenaer Milchflaschen, eine davon mit einer Öffnung am Boden, in die ein Stopfen mit kurzem Hahnrohr "u. 2 Kup-