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Vorwort
Als Chemiker einer großen Grummiwarenfabrik Österreichs fühlte ich mich bereits 1936 veranlaßt, alle Literatur über Kunststoffe zusammenzutragen, um die immer häufiger auftretenden Laboratoriumsfragen über diese neuen Werkstoffe befriedigend lösen bzw. beantworten zu können.
Diese literarische Sammlung hatte im Jahre 1938 schon einen stattlichen Umfang erreicht gehabt, und um die Erfahrungen auf dem für viele noch ganz neuen Gebiete der Kunststoffe auch den übrigen Werksangehörigen zukommen zu lassen, beschloß ich, Vorträge darüber zu halten.
Zu diesen Vorträgen ist es aber infolge meiner Übersiedlung nach Berlin nicht mehr gekommen.
In Berlin hatte man mir geraten, meine Niederschrift zu veröffentlichen, was dann zu den Einzelpublikationen in der Gummizeitung in den Jahren 1941 bis 1944 führte. Diese Veröffentlichungen konnten aber infolge des Krieges nicht mehr zu Ende gebracht werden. Inzwischen war ich bemüht, die gesamte Arbeit noch einmal gründlichst zu durchpflügen und bestmöglichst zu ergänzen. In ihrer neuen Gestalt konnte sie, dank dem Entgegenkommen des Verlages, als Buch erscheinen.
Bei der Niederschrift meines Buches ließ ich mich stets von dem Grundsatz leiten, das zu Bringende so leicht verständlich wie nur möglich abzufassen, denn es sollte ja eine ,,Einführung" in das Kunststoffgebiet vorstellen, bestimmt für alle diejenigen Interessenten, welche sich über das für sie noch unbekannte Gebiet einen Überblick verschaffen wollen, während es für Studierende als Lehrbehelf gedacht war.
Sollte mir dieses Vorhaben geglückt sein, dann wäre die viele Arbeit und Mühe nicht vergebens gewesen. Neue Vorschläge und Anregungen nehme ich aber jederzeit gerne entgegen.
Berlin, im April 1951
Wilhelm Schaefer