Bővebb ismertető
Vorwort.
Das Ungarische gehört zur Gruppe der sog. finniscli-ugrischen Sprachen, zu der auch das Finnische und das Estnische zählt. Diese Gruppe bildet zusammen mit dem Samo-jedischen den uralischen Sprachstamm, der von manchen Forschern mit den altaischen Sprachen, nämlich dem Türkischen, Mongolischen und Mandschurischen, zu einem gemeinsamen ural-altaischen Sprachstamm vereint wird. Das Ungarische ist also keine indogermanische Sprache wie das Deutsche, Englische, Französische, Italienische oder eine der slawischen Sprachen. Ein ungarisches Sprachbuch läßt sich darum auch nicht nach dem Muster der Lehrbücher indogermanischer Zunge gestalten. Es muß vielmehr dem ungarischen Sprachbau angepaßt sein. Der Ungarisch Lernende sollte daher bei seinem Studium das Ungarische nicht vom Standpunkte seiner andersartigen Muttersprache, sondern aus dem fremden Sprachgeist heraus zu verstehen suchen.
Das vorliegende Buch hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst rasch in die Mitte der ungarischen Sprache hineinzuführen. Es will also keine systematische Grammatik geben, sondern nur das Wesentliche daraus kurz zusammenfassen, und verzichtet von vornherein auf Vollständigkeit. Die Anordnung des Lehrstoffes ergibt sich nach dem Gesagten einerseits aus der baulichen Eigenart der ungarischen Sprache, und andererseits aus der notwendigen Rücksicht auf das indogermanische Sprachdenken des Lernenden.
Das Buch stellt einen festen Rahmen dar, der skizzenhaft das Wesentliche der fremden Sprache umfaßt. Dadurch soll dem Lernenden die Grundlage für weitere selbständige Stu-