Bővebb ismertető
Aus dem Vorwort zur ersten Auflage.Auch der Inhalt dieses Bandes weicht in manchem nicht unwesentlich von dem herkömmlichen Bestände unserer ,,Lehrbücher" ab. Deswegen ist auch hier das Wort Einführung" im Titel beibehalten worden.In den ersten sechs Kapiteln steht die Begrenzung der Lichtbündel im Vordergrund. Ihre entscheidende Bedeutung drängt sich ja einem jeden auf, der die Tatsachen aus eigener Erfahrung kennt und nicht nur fremden Quellen entnimmt. Dabei ist oft auf die Bedürfnisse der Lehrer Rücksicht genommen, z. B. bei dem Vergleich der verschiedenen Interferenzversuche. Dort wird wohl einiges zum ersten Male veröffentlicht.Besonderer Wert wurde auf eine einheitliche Behandlung des Röntgenlichtes und des gewöhnhchen" Lichtes gelegt, z. B. Abb. 36I oder § 110. Eine Vorliebe für die optischen Erscheinungen in festen Körpern wird nicht verborgen bleiben, aber wohl durch mein eigenes Arbeitsgebiet gerechtfertigt.Der Anfänger wird, mehr noch als in den beiden anderen Bänden, zunächst manches zurückstellen müssen, insbesondere in den Kapiteln IX, X und am Schluß von XI; doch wird er, Kleindruck und Rechnungen überschlagend, auch in den schwierigeren Gebieten dem Gedankengang folgen können. Die BEERSche Formel läßt sich nicht ohne Rechnung erhalten, die hohe Lichtreflexion stark absorbierender Körper (Metalle) ohne weiteres an Hand eines Modellversuches verstehen (S. 143). Das gleiche gilt von manchem anderen, z. B. der Dispersionsformel, aber der entscheidende Punkt, die Rolle der phasenverschobenen Sekundärwellen, wird jedem Anfänger einleuchten (§ 104).In den Bezeichnungen habe ich mich nach Möglichkeit an das Herkömmliche gehalten, jedoch das Wort weißes Licht" peinlich vermieden und statt dessen ,,Glühlicht" gebraucht. Maßgebend war mir dabei nicht Goethes Entrüstung über das ekelhafte Newtonische Weiß", ich selbst bin als Lernender zu oft durch ,.weißes Licht" irregeführt worden.Vorwort zur zweiten und dritten Auflage.Das Buch ist trotz einer hohen Auflage rasch vergriffen worden, es hat offenbar an einer experimentell fundierten Darstellung der heutigen Optik gefehlt. Für die neue Ausgabe konnte die Anlage des Buches beibehalten werden, doch ist im Text und in den Abbildungen mancherlei geändert worden, insbesondere in den §§ 35, 37, 59, I36 und 165. Die in den Besprechungen geäußerten Wünsche habe ich nach Möglichkeit berücksichtigt, manches mußte aus äußeren Gründen für später zurückgestellt werden. Ein Punkt wurde in den Besprechungen mehrfach betont: der Titel ,,Optik" deckt nicht den ganzen Inhalt des Buches; größere Abschnitte behandeln ,,Atom-Physik".Die praktische Krafteinheit wird dem Vorschlage der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt entsprechend nicht mehr Kilogrammkraft, sondern Kilopond genannt. Damit wird die Verwechslung mit der Masseneinheit Kilogramm sicher vermieden.Göttingen, im Juni I94I.R. W.'POHL.