Bővebb ismertető
Vorwort,
Die Prüfungsordnung für Apotheker vom 8. Dezember 1934 sieht unter anderem eine wesentlich vertiefte und erweiterte Ausbildung des Pharmaziestudierenden in der präparativen pharmazeutischen Chemie vor, in der richtigen Erkenntnis, daß die erstrebte Belebung des Apothekenlaboratoriums nur erreicht werden kann, wenn der angehende Apotheker auf der Hochschule in der Methodik der präparativen pharmazeutischen Chemie sorgfältig und vielseitig durchgebildet wird. Ein gründliches Vertrautsein mit diesen Methoden schult nicht nur die präparativen Fähigkeiten, sondern erleichtert auch dem Studierenden das Eindringen in die allgemeinen chemischen Vorgänge, die nun einmal die Grundlagen der pharmazeutischen und Arzneimittelchemie darstellen und erst das Verständnis für diese Gebiete erwecken.
Aus dieser Überlegung heraus haben wir bewußt in unser Buch Darstellungsweisen bekannter, täglich gebrauchter Arzneimittel aufgenommen, weniger mit der Absicht, daß sie etwa im Apothekenlaboratorium hergestellt werden sollen, als vielmehr aus dem Grunde, daß der Studierende durch die präparative Darstellung auch kompliziert erscheinende Präparate vor seinen eigenen Augen entstehen sieht und mit dem Werdegang eines synthetischen Arzneimittels ganz anders vertraut wird, als wenn er zum Examen die Synthese aus dem Buche auswendig lernt. Er wird auf diese Weise die richtige Einstellung den synthetischen Arzneimitteln gegenüber gewinnen.
Bei der Auswahl der organischen Präparate war für uns der Gedanke leitend, nicht so sehr eine vollständige Sammlung von Präpa-rate-Vorschriften zu geben, als vielmehr den Stoff in einen systematischen Zusammenhang zu bringen und die einzelnen Präparate so zu wählen, daß sie dem Studierenden eine vielseitige und allmählich sich steigernde präparative Ausbildung gewährleisten. Wir haben absichtlich eine ins Einzelne gehende Anleitung bei den Präparaten vermieden, da ja bereits der Praktikant in der Lehrapotheke nach bewährten Vorschriften zu arbeiten Gelegenheit hatte, die ihm und dem Anleitenden Richtlinien in bezug auf Zeiteinteilung, Ausbeute, Art der Gerätschaften usw. an die Hand gaben. Der Studierende dagegen soll nach Möglichkeit dahin gebracht werden, sich ein selbständiges UrteU über zweckmäßige Anlage des Präparates, seine An-fertigungszeit und den Aufbau der Apparatur zu bilden.