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Trenton im Januar. Der Himmel war bleigrau, und eisige Kälte hing schwer über Autos und Gehsteigen. Im Büro von Vincent Plum, Kautionsdetektiv, herrschte ein nicht minder frostiges Klima, aber ich schwitzte, nicht weil mir heiß war, sondern vor Aufregung.
»Das kann ich unmöglich machen«, sagte ich zu meinem Vetter. »Ich habe noch nie einen Auftrag abgelehnt, aber den Kerl kann ich unmöglich verhaften. Überlaß Ranger den Kram, oder Barnes.«
»So eine Lappalie kann ich Ranger nicht zumuten«, sagte Vinnie. »Das ist dein Ressort. Meine Güte, jetzt benimm dich endlich mal wie ein Profi. Du bist Kopfgeldjägerin, und das seit geschlagenen fünf Monaten. Was ist denn schon dabei?«
»Es handelt sich um Onkel Mo!« erwiderte ich. »Ich kann Onkel Mo nicht festnehmen. Das würde mir ganz Trenton übelnehmen. Meine Mutter würde mir das übelnehmen. Meine besten Freunde würden mir das übelnehmen.«
Vinnie ließ seinen schlanken, geschmeidigen Körper in den Sessel hinter seinem Schreibtisch fallen und legte den Kopf an die gepolsterte Rückenlehne.
»Mo hat die Kautionsvereinbarung gebrochen und ist nicht vor Gericht erschienen. Er ist flüchtig, der alte Schleimer. Alles andere interessiert mich nicht.«
Ich verdrehte die Augen so weit nach oben in meinem Schädel, daß mir fast schwindelig wurde.