Bővebb ismertető
Wie ein Wunder ist die Kunst der Eiszeit in unsere Welt der Gegenwart eingetreten, wie ein Wunder, das der Mensch erst gar nicht begreifen, gar nicht fassen konnte. Das Wunder war zu groß, zu unerwartet, zu seltsam.
Es hat mehrerer Jahrzehnte bedurft, bis es durch immer neue Funde deutlicher und deutlicher wurde: es hat in der Epoche der letzten Eiszeit, zwischen 50 000 und 10 000 v. Chr., eine erstaunlich entwickelte Kunst gegeben, Skulptur, Gravierung, Malerei. Diese Kunst ist von eigener Höhe und Entfaltung, sie ist ein erstes Aufleuchten, das Morgenrot des menschlichen Daseins, ein erstes Zeugnis des Geistes des Menschen der Vorzeit, seines Schaffens, seiner Gestaltungskraft.
Die Erde hat sich geöffnet und hat Bilder in Höhlen offenbart. Diese Bilder sprechen laut und vernehmlich von dem Menschen der Eiszeit, von seinem Denken, von seiner geistigen Welt, von seiner Umwelt, von seiner Fähigkeit zur Beherrschung der Aufgaben der Kunst. Und das ist das Überraschende und fast Unbegreifliche: Diese Bilder sind nicht primitiv, un-gekonnt, ungeschickt — im Gegenteil, sie gehören zu dem Großartigsten, was Menschen auf dieser Erde an Kunstwerken geschaffen haben. Diese Kunst stellt sich gleichberechtigt neben die übrigen großen Leistungen der Menschheit überhaupt.
Dabei liegt die Epoche, in der diese Bildwerke entstanden sind, Jahrtausende vor Griechenland und Rom, Jahrtausende vor Mesopotamien, Ägypten und dem ältesten China.
An diese Kulturen gab es Erinnerungen, geschriebene Zeugnisse, Sagen und Mythen. Auch an Kreta und die Etrusker