Bővebb ismertető
D er Verfasser dieses ungewöhnlichen Bekenntnisbuches war ein berühmter Chirurg. Ich sage - war, denn er ist nicht mehr. Eine schwere Krankheit, die er nach jahrelanger Tátigkeit in England nach Ágypten mit heimgebracht hatte, zwang ihn vorzeitig unter die Erde. Er wohnte in einem kleinen weifien Hause, das, umgeben von einem Garten mit Báumen und Blumen, am Rande der Wüste lag. Um den wirklichen Namen nicht preiszugeben, will ich dieses Haus Ain Qamar nennen. Ich war sein Nachbar und lebte schon über ein Jahr lang nur einige Steinwürfe von ihm entfernt, bevor ich ihn zufálligerweise einmal hinter seiner Gartenmauer zu Gesicht bekam. Ich ritt ein groEes Pferd und war deshalb im= standé, einen unbescheidenen Blick über die Mauer zu werfen. Er lag auf einem Ruhebett und schrieb auf einem grófién Block, den er mit den Knien stützte. Mich ergriff der Ausdruck seines Gesichtes. Es wirkte jugendlich, aber es war verwüstet und von einer goldenen Blasse überzogen. Dreimal ritt ich an der Mauer vorbei, und jedesmal sah ich den fremden Mann in einer áhnlichen Haltung. Beim vierten Male erhob ich mich in den Steigbügeln und rief ihm einen Grufi zu. Er blickte durch seine Brille zu mir auf. „Bitté, kommen Sie her= ein, freundlicher Wanderer!" sagte er, und ein warmes Lácheln verlieh seinem ernsten Gesicht eine Heiterkeit, die mich tief be= eindruckte. Ich stieg vom Pferd, das Gartentor wurde geöffnet, und ein Diener, ein Berberini, lud mich mit breitem Lacheln ein, náher= zutreten. So lernte ich Dr. Ibrahim kennen. Nach einiger Zeit wurde ich auch mit seiner Frau bekannt. Er nannte sie Malakah, das heifit Engel. Die auffallend schöne Frau war kaum altér als dreifiig Jahre. Ihr Gesicht hatte die regel= máfiigen, klassischen Züge der altén Ágypterinnen. Sie sprach