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Vorwort
Dies ist die wahre Geschichte von Ela. Die Geschichte einer jungen Frau aus der Ukraine, die ich zu ihrem Schutze Ela nenne.
Einer Frau, die vergewaltigt, eingesperrt, auf den Strich geschickt wurde.
Einer Zwangsprostituierten. Elas Geschichte ist nicht erfunden.
Als Journalistin lernte ich Ela während einer Reportage kennen. Sie machte auf mich den Eindruck eines sehr entschlossenen, aber gebrochenen Menschen.
Zwei Jahre lang trafen wir uns, lernten uns kennen und vertrauen. Zweimal Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Monate, während derer ich beobachten konnte, wie anstrengend leben sein kann. Insbesondere ein ganz normales Leben.
Ela hat mir erstaunlicherweise ihre Geschichte erzählt, auf dass ich sie weitererzähle. Das Ergebnis unserer Gespräche und Begegnungen ist dieses Buch. Es beschreibt, wie Ela als Zwangsprostituierte lebte, wie die Polizei mit ihr umging, wie ihre Sozialarbeiterinnen ihr erklärten, dass sie mit dem Schock und dem Schmerz für immer leben müsse. Es schildert auch, was Ela meist kaum benennen kann: Warum vier laut lachende Männer am Nebentisch im Restaurant sie nervös machen; warum sie im Park die Wegrichtung ändert, wenn ihr gut trainierte Muskelpakete begegnen; warum eine schnell erhobene Männerhand sie instinktiv zusammenzucken lässt. Elas Geschichte ist nicht nur ein Bericht über eine in Europa zu-