kategória
szerző
cím
sorozat
kiadó
ISBN
évszám
ár
-
leírás
Előrendelhető
A mezők bármelyike illeszkedjen
A mezők mind illeszkedjen


Elektra [antikvár]

 
ELEKTRA IM ZEITENWANDEL Als die Schachtgräber von Mykene durch Heinrich Schliemann geöffnet wurden und er eine goldene Totenmaske als letzten Schmuck Agamem-nons ausgab, begann auch für die Literaturgeschichte eine neue Phase künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Atridenstoff. Es wiederholte sich ein Vorgang, den man bereits bei Schliemanns trojanischen Entdeckungen erlebt hatte. Als der Hügel Hissarlik nun wirklich, wie der genialische Dilettant und Archäologe behauptet hatte, seine Bauschichten preisgab, als gar ein...
online ár: Webáruházunkban a termékek mellett feltüntetett fekete színű online ár csak internetes megrendelés esetén érvényes.
1620 Ft
Szállítás: 3-7 munkanap
Részletesen erről a termékről
Bővebb ismertető
ELEKTRA IM ZEITENWANDEL Als die Schachtgräber von Mykene durch Heinrich Schliemann geöffnet wurden und er eine goldene Totenmaske als letzten Schmuck Agamem-nons ausgab, begann auch für die Literaturgeschichte eine neue Phase künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Atridenstoff. Es wiederholte sich ein Vorgang, den man bereits bei Schliemanns trojanischen Entdeckungen erlebt hatte. Als der Hügel Hissarlik nun wirklich, wie der genialische Dilettant und Archäologe behauptet hatte, seine Bauschichten preisgab, als gar ein unzweifelhaft antiker Goldschatz vorgezeigt werden konnte, den Schliemann zunächst ganz naiv als geretteten Reichtum des Priamos ausgab, verwandelten sich Bildungssymbole ersichtlich in geschichtliche Realität. Nun war auf einmal der trojanische Krieg, waren Achill und Hektor, Helena und Priamos plötzlich nicht mehr Fiktionen von Volksdichtung oder Kunstdichtung, sondern mußten offenbar als dichterische Ausdeutung realen Geschehens betrachtet werden. Die Ausgrabungen in Mykene und Tiryns erbrachten die Realität der Atridenwelt. Noch vermutete man nicht die Verbindung zu Kreta; die realen Grundlagen der homerischen Welt wurden erst stückweise und schrittweise sichtbar. Aber eines war nun unangreifbar geworden: der geschichtliche Kern des Geschehens um Agamemnon und Menelaos, Paris und Helena, Iphigenie und Elektro. Vielleicht war es den einzelnen Künstlern, die sich seit der Jahrhundertwende dieser Thematik zuwandten, nicht in allen Fällen bewußt, daß diese geschichtliche (oder vorgeschichtliche) Realität ein neues Verhältnis zu den uralten Dramenfiguren möglich machte. Bei Gerhart Hauptmann war es in aller Bewußtheit der Fall; seine Griechenlandreise von 1907, der Besuch von Mykene oder Delphi, dieser konzentrierte Sinneseindruck erst machte ihm die Gestaltung antiker Stoffe möglich: das reichte von nun an vom „Bogen des Odysseus" bis zum dramatischen Alterswerk der Atridentetralogie. Aber auch bei den anderen Neugestaltungen des homerischen Stoffkreises vollzog sich etwas sehr Seltsames: die wohlbekannten Gestalten der griechischen Mythologie hörten auf, Bildungserlebnis zu sein, Reminiszenz aus der Schulstunde und Knabenzeit; man begann hinter den schrecklichen und ergreifenden Geschichten des trojanischen Krieges, der Atridenfiguren, des ödipus oder des Seefahrers Odysseus eine neue menschliche Aktualität zu spüren. Galten all diese Stoffkreise noch vor 50 oder 60 Jahren als Bildungsfracht, als blutleer und epigonenhaft, so hat sich seitdem in sonderbarer Übertreibung eine entgegengesetzte Entwicklung vollzogen. Man kann sich heute fast nicht mehr retten vor den Aktualisierungen all dieser Mythen. Da ist der „Trojanische Krieg" von Giraudoux oder der „Ulysses" von Joyce, ganz zu schweigen von den nur allzu zahlreichen

Termékadatok

Cím: Elektra [antikvár]
Kiadó: Deutsche Staatsoper
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 140 mm x 230 mm
Bolti készlet  
Vélemény:
Minden jog fenntartva © 1999-2019 Líra Könyv Zrt.
A weblapon található információk közzétételéhez, másolásához a működtetők írásbeli beleegyezése szükséges.
Powered by ERBA 96. Minden jog fenntartva.
mobil nézet