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[Christel steht am Herde und brät etwas in einer Bratpfanne; sie ist in ein helles Baumwollenkleid gekleidet und hat eine Küchenschürze vor; Jean kommt herein, in Livree gekleidet, ein Paar grosse Reitstiefel mit Sporen tragend, die er an einer sichtbaren Stelle auf den Boden stellt.Jean. Heute abend ist Fräulein Julie wieder verrückt; komplett verrückt!Christel. So, ist Er da?Jean. Ich begleitete den Grafen zur Station, und als ich auf dem Rückwege an der Scheune vorbeikam, ging ich hinein und tanzte, und da sehe ich das Fräulein mit dem Waldwärter den Tanz anführen. Doch wie sie mich gewahr wird, stürzt sie direkt auf mich zu und fordert mich zum Damenwalzer auf. Und dann hat sie so gewalzt so was habe ich noch nicht erlebt. Sie ist verrückt!Christel. Das ist sie immer gewesen, aber nie so, wie die letzten vierzehn Tage, seit die Verlobung aufgehoben wurde.Jean. Ja, was war's mit der Geschichte? Es war doch ein feiner Mann, wenn er auch nicht reich war! Ach! die haben so viel Chosen vor! [Setzt sich ans Tischende.] Es ist jedenfalls sonderbar von einem Fräulein, hm, lieber mit den Leuten zu Hause bleiben zu wollen, was? als ihren Vater zu Verwandten zu begleiten!Christel. Sie geniert sich wohl gleichsam nach jenem Streit mit dem Bräutigam.Jean. Wahrscheinlich! Aber das war jedenfalls ein Mann für seinen Hut. Weisst du, Christel, wie es zuging? Ich sah es, ich, wenn ich mir auch nichts davon merken lassen wollte.August Strindbergs Schriften i, 4.1