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Nach seinem sechzigsten Geburtstag wurde Arne Murbergs Vater schwermütig, und fünf Jahre später starb er.
Dies geschah im November, und es hatte von morgens bis abends geregnet. Arne und sein Onkel Lennart waren die letzten anderthalb Tage nicht von der Seite des Sterbenden gewichen, aber in jenem einmahgen Augenblick, in dem die Grenze überschritten wurde, lag Arne auf einer abgewetzten Kunstlederpritsche im Korridor und machte ein Nickerchen. Es war gegen elf Uhr abends, Onkel Lennart rüttelte ihn an der Schulter und erklärte, es sei vorbei.
»Er starb im Schlaf, ganz still und leise, ich habe seine Hand gehalten.«
Arne rieb sich die Augen und überlegte, ob er »ausgezeichnet« oder sogar »super« sagen sollte, beschloss jedoch zu schweigen. Woher sollte er das wissen, sein Vater war zum ersten Mal gestorben, und er empfand nur eins, eine große Leere. Eventuell auch eine Art einsames und verlassenes Kitzeln, das ihm den Hals zuschnürte. Beinahe so wie damals, als Sack-Peppe versucht hatte, ihn mit einem Schal zu erwürgen.
»Der Krebs hat ihn am Ende besiegt«, fuhr Onkel Lennart fort. »Jetzt muss Torsten nicht mehr kämpfen. Für ihn ist es besser so. Und es war schön, dass er dir noch das von deiner Mutter sagen konnte.«