Bővebb ismertető
Einleitung Elisabethplan, Elisabethgang, Elisabethkemenate, Elisabethfresken, das Elisabethpatrozinium der einstigen Dominikanerkirche - all diese Namen machen darauf aufmerksam, dafj die Wartburg und Eisenach einst Schauplatz von Aktivitáten einer aufjergewöhnlichen Frau gewesen sind. Elisabeth, die populárste Verkörperung mittelalterlicher caritas, und die Hauptburg der thüringischen Landgrafen waren einst im Guten wie im Bősen miteinander verbunden, den Höhepunkt ihres Wirkens hat die spáter Heiliggesprochene freilich nicht hier erlebt. Elisabeth, seit 1211 im Lande, taucht erst ab 1224 háufiger auf der Wartburg auf, und ist auf Grund der damaligen feudalen Wanderregierung ebenso für die Neuenburg wie die Creuzburg bezeugt. Doch fand auf der Wartburg jenes Ereignis statt, das den Wendepunkt im Leben der Elisabeth von Thüringen bildet: die berühmte, vieldramatisierte Vertreibung ... Wer war jene ungarische Königstochter mit Namen Arpádhazi Erszébet, jene Landgráfin Elisabeth, die im Jahre 1231 die Talfahrt ihres hochgeborenen Lebens in heiliger Armut beendete? Habén wir Iedigiich eine exzentrische Hofdame vor uns, die sich in der Rolle gefiel, Aussátzige zu pflegen, Hungernde zu beköstigen und fáhig, Rosen in einen Korb zu lügen? Dann bestünde für den Historiker kein erneuter Anlafj, sich mit dem Thema zu befassen, zumal eine Literatur angemessenen Umfangs vorliegt. Immer wieder erschienen Leben und Wirken dieser feudalzeitlichen Frauengestalt der Betrachtung und Würdigung wert. Der Lebenden erging es schlechter. Das Kind schon, durch feudale Heiratspolitik auf die fernen Burgen der ludowingischen Landgrafen von Thüringen verpflanzt, gerát in eine Grenzsituation: Die Annullierung des Verlöbnisses und eine wenig ehrenvolle Heimkehr scheinen erwogen worden zu sein - Vorgánge noch unterhalb historischer Bedeutsamkeit. Doch dann fachen caritative Ausschweifungen", der biblischen Speisung der Fünftausend" nicht unverwandt, unter der hochfeudalen Umgebung Opposition gegen Elisabeth an. Wenig spáter wird ihr Witwenerbe von der Sippe des verstorbenen Landgrafengemahls eingezogen. Extrém die Reaktion: Elisabeth leistet ein Gelübde, das sie nicht etwa in ein Kloster führt, sondern weit aus dem Lebenskreis ihrer Klasse hinaus, in die Welt der Armen und Kranken des Spitals von Marburg. Dort ertrotzt sie gegen Konrád von Marburg, den Beichtvater der Ehezeit und nunmehrigen Defensor, mit schwankendem Erfolg eine unstándisch gegliederte Gemeinschaft. Und dann der Tod, die Beisetzung bei noch 5