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Einleitung
ELISABETH - V ; v^i
»GOTTES SIEBENTE« ' ; V '
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Als die Goldene Legende' - entstanden zwischen 1263 und 1273 - ihren Siegeszug durch die Länder der westlichen Christenheit antrat und dabei in alle Volkssprachen des Abendlandes übersetzt wurde, trug sie auch den Ruhm einer der allerneuesten Heiligen der Kirche überall hin. Landgräfin von Thüringen war sie gewesen, jedoch war sie nicht in fürstlichen Ehren gestorben, sondern so niedrig, wie sie am Ende gelebt hatte. Elisabeth hatte sie geheißen wie jene Frau an der Wende des Alten zum Neuen Testament, die die Mutter des Heiligen Vorläufers Johannes war: ein ehrwürdiger Name, auf dessen Bedeutung »Gottes Siebente«, wie wir am Schluß noch sehen werden, die Goldene Legende großes Gewicht legte. - Doch zunächst ein kurzes Wort zu diesem Jahrhundertwerk christlicher Hagio-graphie.
Jacobus de Vorágine, geboren ums Jahr 1230, gestorben 1298, der Verfasser der Legenda aurea, ist gleichsam der Homer der christlichen Legende. Auch Homer schuf seine beiden Epen nicht aus dem Nichts: Ilias und Odyssee sind aus einer Vielzahl von Überlieferungen - Mythen, Sagen, alte Heldenlieder - zusammengeflossen, und doch wurde jeweils aus dem Vielerlei ein Einheitliches: das eine Kunstwerk, das Epos. Ein weitverzweigtes buntes Geschehen, !i^
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