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Vorwort
Die Blockschaltung im Dampfkraftwerksbau — das heißt, die Bildung von selbständigen Betriebseinheiten bestehend aus Dampferzeuger und Turbogenerator mit den auf sie abgestimmten sonstigen notwendigen Anlageteilen — führte in zunehmendem Maße zu einem Zusammenfassen der überwachungs-, Bedienungs- und Regelanlagen in Kraftwerkswarten. Die Bezeichnung „Kraftwerkswarte" wird deswegen verwendet, weil von ihr aus im allgemeinen nicht nur die eigentlichen Blöcke, sondern vielfach auch die mehreren Blöcken gemeinsamen Anlagen, wie der allgemeine Eigenbedarf, die Notstromversorgung, Wasservorräte oder auch ein Netzteil, überwacht und beeinflußt werden können. Diese Zentralisierung hat sich als sehr zweckmäßig erwiesen und kann als eine weitere Stufe der Automatisierung des Kräftwerksbetriebes angesehen werden.
Der VDEW-Arbeitskreis „Meßwesen und Betriebskontrolle", Obmann M. Sack, hat sich unter anderem mit der Ausgestaltung von Kraftwerkswarten befaßt. Die gemeinsame Arbeit, die durch vier Vorträge der Herren Becker (EVS-Stuttgart), K a h 1 e r t (VEW-Stockum), K i e s-ling (HEW-Hamburg) und Zuppke (Bewag-Berlin) über „Moderne Warten" angeregt wurde, ließ es wünschenswert erscheinen, die Erfahrungen und Erkenntnisse auf diesem Gebiet allen Kraftwerksplanern und -betreibern mitzuteilen.
Die Mitglieder des Arbeitskreises stimmten mit der Herausgeberin darin überein, daß"die . „Empfehlungen" nicht im Sinne einer Norm aufzufassetö; sind Und nicht auf bauliche und gerätetechnische Einzelheiten eingehen können. Die Gestaltung und Ausstattung ist von vielen Gesichtspunkten abhängig, die teils durch den Gesamtplan des Kraftwerks, teils durch die Betriebsweise und schließlich durch das Schönheitsempfinden des Erbauers bedingt sind. Die „Empfehlungen" sollen jedoch auf die wesentlichen Punkte hinweisen, die bei der Planung und dem Bau der Warten zu beachten sind.