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Habemus papami - Wir habén einen Papst! Als Monsignore Gianfranco Tamberlani, Kardinalprotodiakon und Vorsitzender der Apostolischen Signatur, auf dem Balkon der Vatikanbasilika die feierlichen Worte ins Mikrofon sprach, atrnete die vieltausendköpfige Menge auf. Dicht zusammengedrángt hatten die aus allén Erdteilen zum Konklave nach Rom gereisten Glaubigen trotz des Nieselregens auf dem Petersplatz ausgeharrt. Herbeigelockt von den dicken weiften Rauchwolken, die knapp eine Stunde zuvor aus dem kleinen Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufgestiegen waren. Dort hatten, unbeachtet von den majestátisch über ihren Háuptern schwebenden Gestalten auf den leuchtenden Deckenfresken Michelangelos, die drei als Wahlprüfer ausgelosten Kardinále die anonymen Stimmzettel und alle Aufzeichnungen der Wahlversammlung vorschriftsmáféig im altén Ofen der pápstlichen Hauskapelle verbrannt. Zusammen mit den Stábchen, deren chemische Zusammensetzung dem Rauch das unverkennbare Weift verlieh. Der alte Kardinal Tamberlani war, als er den Balkon beírat, für einige Sekunden der meistbeachtete Mann Roms und der ganzen christlichen Welt. Auf dem Petersplatz und vor Millionen Fernsehschirmen hatten Christen nicht nur der römisch-katholischen Konfession mit angehaltenem Atem darauf gewartet, dass der dienstalteste Diakon