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STERNE ÜBER BABYLONWenn das Gestirn der Pleiaden, der Allastöchter, emporsteigt. Dann beginne die Ernte, doch pflüge, wenn sie hinabgehen. Vierzig Nächte und Tage hindurch sind diese verborgen. Doch wenn im kreisenden Laufe des Jahres sie wieder erscheinen. Dann beginne, die Sichel zur neuen Ernte zu wetzen.HesiodStatuette aus glasierter Keramik (700v.u.Z.): Toth, ägyptischer Schutzgott des Lernens und der Künste, mit dem HalbmondsymbolIm Dunkel der VorzeitWeit und klar wölbte sich der Himmel über den ersten Hochkulturen der Geschichte im Zwcistrom-land von Euphrat und Tigris, am Delta des Nils und in den Niederungen des Huanghe. Schon in jenen frühen Tagen der Menschheit wurden die Gestirne des Firmaments beobachtet. Das unwillkürliche Betrachten des Himmels mußte zum Kennenlernen einfachster Erscheinungen, ihres zeitlichen Ablaufs und ihrer regelmäßigen Wiederkehr führen. Vielleicht war es eine der frühesten Entdeckungen, die der Mensch dabei machte, daß die Sonne, die jeden Abend unter dem Horizont versinkt, und das helle Gestirn, das morgens wieder emporsteigt, miteinander identisch sind. Die gleiche Überzeugung bildete sich wohl auch bei der Betrachtung des Mondes und der Sterne bald heraus. Diese einfache Feststellung muß für die ersten tastenden Schritte einer geistigen Erfassung der Umwelt außerordentlich wichtig gewesen sein. Sie ließ die Ahnung aufkommen, daß die Ebene, auf der die Menschen wandeln, nicht unbegrenzt sein kann. Niemand jcdoch hatte je das Ende dieser Ebene gesehen, selbst Weitgereiste nicht. Schon daraus konnte die Vermutung abgeleitet werden, daß der Himmel möglicherweise eine Kugel sei, in deren Mitte die Erde hängt, die ebenso rund ist wie das sie umgebende Firmament.Auch andere Einzelheiten mußten im Laufe der Zeit offenbar werden: daß die Sonne im Sommer länger über dem Horizont verweilt und einen größeren Bogen beschreibt als im Winter; daß die Gestalt des Mondes von der schmalen Sichel am Abendhimmel bis zur vollen Scheibe und von da