Bővebb ismertető
Viel Licht liegt auf den Bänken der 9a und morgendliche Müdigkeit. Die Unruhe in der Klasse ist nicht größer als sonst vor Unterrichtsbeginn.
Peter Rieger faltet umständlich das „Sportecho" zusammen; er schiebt es so unter den Tisch, daß es für ein Auge erreichbar bleibt.
Kathrin Müller schüttet sich noch eine Handvoll Puffreis in den Mund, einige Körner fallen auf den Fußboden.
So etwas könnte Klassenlehrer Radtke übersehen, aber er kann sich so viel Großzügigkeit nicht leisten, er braucht einen Satz gegen das müde Schweigen. „Wir sollten uns ein Huhn halten", sagt er, „ein Klassenhuhn sozusagen." Ein paar spärliche Lacher erreichen den Lehrer gerade noch, doch kein Kommentar, den er hätte kommentieren können. Die Rettung steht überm Schulhof: ein Himmel aus blauem Glas, ein zerbrechliches Meer. Der Sommer geht, als würde er erst kommen. „Was fällt euch zum Thema Wandertag ein?" fragt Radtke.
„Sternbrauerei."
„Kilimandscharo."
„Tschornoje Morje."
„Ja, Baden", stöhnt Lonni Hoffmann. Man sieht ihr an, daß es sie nur mit Mühe im Klassenraum hält — man sieht ihr immer alles an. Ihre Augen bitten den Lehrer, sie schmeicheln, sie sind wie aus braunem Samt.
Wer ist für die Badetour? Diese Frage ist Radtke zu gefährlich. Er fragt: „Wer ist dagegen, daß wir im Großen Reddin noch mal richtige Wellen machen?"
Niemand sagt etwas gegen den Vorschlag. Ein paar Gesichter sind für ihn. Lonni Hoffmanns Augen schwimmen in Seligkeit, ihre Blicke suchen die von Jan Bonk. Peter Rieger meldet sich das erste Mal im neuen Schuljahr zu Wort: Er will mit dem Fahrrad an den See.
Kathrin Puffreis, so heißt die kugelige Naschkatze bei den Mitschülern, wird noch kleiner auf ihrem Stuhl und haucht beinahe tonlos: „Siebzehn Kilometer "