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Lautlos schob sich das Tor zur Seite. Die beiden schwarzen Personenwagen passierten das Pförtnerháuschen und glitten durch den Park. Es war ein herrlicher Tag. Als das weifie, schlofiartige Gebáude zwischen den Báumen und Buschgruppen auftauchte, blendete es die Augen. Gisela Peltzner starrte durch die Scheiben des ersten Wagens. Zwei Mánner in weilien Árztekitteln standén, die Hánde in den Taschen, seitlich des Portals im Schatten und schienen auf die beiden langsam durch den Park heranrollenden Wagen zu warten. Im zweiten Wagen...
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Lautlos schob sich das Tor zur Seite. Die beiden schwarzen Personenwagen passierten das Pförtnerháuschen und glitten durch den Park. Es war ein herrlicher Tag. Als das weifie, schlofiartige Gebáude zwischen den Báumen und Buschgruppen auftauchte, blendete es die Augen. Gisela Peltzner starrte durch die Scheiben des ersten Wagens. Zwei Mánner in weilien Árztekitteln standén, die Hánde in den Taschen, seitlich des Portals im Schatten und schienen auf die beiden langsam durch den Park heranrollenden Wagen zu warten. Im zweiten Wagen beugte sich Anna Fellgrub zu dem Chauffeur vor. Wir bleiben sitzen und warten, bis alles vorüber ist, sagte sie leise. Es ist alles so schrecklich. Ich mag gar nicht hinsehen. Anna Fellgrub lehnte sich zurück und sah hinüber zu dem groGen, weiBen Haus. Der erste Wagen hielt. Die beiden Mánner in den weifien Kittéin traten aus dem Schatten hervor und öffneten die hintere Tür. Ein bleiches, starres Mádchengesicht, umrahmt von einer Füllé blonder Locken, hob sich ihnen entgegen. Die blauen Augen waren unnatürlich weit und leblos, von einem Glanz, wie ihn künstliche Augen habén, die Augen von Schaukelpferden und Teddybáren. Keine persönliche Regung war in ihnen. Oberarzt Dr. Pade, stellte sich der eine der Árzte vor. Darf ich bitten, gnádiges Fráulein. Er reichte Gisela Peltzner beide Hánde, die sie mechanisch ergriff, und zog sie sanft vom Sitz. Die anderen Wagentüren klappten. Giselas Onkel, Ewald Peltzner, ihr Vetter Heinrich Fellgrub, ein Dr. Vrobel und ein Dr. Adenkoven stiegen aus. Vrobel war Facharzt für Nervenleiden, Adenkoven Anwalt. Der zweite Wagen hatte inzwischen ebenfalls gehalten. Aber die Türen blieben geschlossen. Nur an den Scheiben drückten sich einige Gesichter ab. Neugierige Augen, die auf den blonden Kopf inmitten der Mánner starrten. Was wird sie tun? Wird sie wieder schreien? Wird sie um sich schlagen? Wird sie sich wieder an die Árzte klammern und rufen: Ich bin doch nicht krank! Ich bin doch nicht verrückt! Ich bin so normál wie Sie. Sehen Sie das denn nicht! Oder wird sie gar nichts tun und einfach mitgehen? Oberarzt Dr. Pade sah über die kleine Versammlung. Alles Verwandte? Nein, nur mein Neffe und ich. Ich bin der Onkel Fráulein Peltzners. Ewald Peltzner knöpfte den Rock seines hellen Seidenanzuges über seinem fülligen Leib zu. Er schwitzte schrecklich, zumal er sich mit drei Whiskys Mut für diese Fahrt angetrunken hatte. Dr. Vrobel. Ach, Sie sind Herr Vrobel! Dr. Pade gab dem Arzt die Hand. Ich freue

Termékadatok

Cím: Entmündigt [antikvár]
Szerző: Heinz G. Konsalik
Kiadó: Wilhelm Heyne Verlag
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 3453001338
Méret: 110 mm x 180 mm
Heinz G. Konsalik művei
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