Bővebb ismertető
Vorwort
HEINRICH PFUSTERSCHMID-HARDTENSTEIN
Mit dem Jahr 1992 hat in der Geschichte des Österreichischen College ein neuer Abschnitt begonnen: Prof. Otto Molden legte mit Ende Februar die Präsidentschaft zurück. Im August 1945 hatte er zusammen mit Univ.-Doz. Dr. Simon Moser, noch ganz imter dem Eindruck des eben erst zu Ende gegangenen Weltkrieges, die ersten Hochschulwochen in Alpbach veranstaltet und in den folgenden Jahren daraus das Europäische Forum Alpbach und die Dialogkongresse entwickelt. Die Generalversammlung des Österreichischen College hat mich in diese ehrenvolle Funktion berufen tmd mir damit eine nicht einfache Aufgabe übertragen.
Das Europäische Forum Alpbach ist in nahezu 50 Jahren zu einer weit über die Grenzen Österreichs hinaus anerkannten Institution im Geistesie- 'i.'^, <
ben Europas geworden. Wir befinden uns in einer Zeit weltweiter tiefgrei- ,
fender Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften haben wesentlich an diesen Umwälzungen mitgewirkt, wenn sie sie nicht selten sogar bewirkt bzw. eingeleitet haben. Ein intellektuelles Zentrum wie das Europäische Forum Alpbach kann davon nicht unbeeinflußt bleiben. Sinn und Ziel seiner Tätigkeit war seit der Gründung das Zusammenführen von Menschen, die sich über die Probleme ihrer Zeit und deren Lösungsmöglichkeiten Gedanken machen. Ob sie jung oder alt waren, von welcher Denkrichtimg oder aus welchem Fachgebiet immer sie kamen, welchem Staat oder welcher Nation sie angehörten - von allen, die im Laufe der Jahre nach Alpbach kamen, wurde nur verlangt, sich den Regeta der Objektivität und der Toleranz gegenüber Andersdenkenden zu unterwerfen. Meinungsfreiheit und Weite des Horizonts, fachübergreifende Behandlung der Themen sowie das taeinander und Miteinander von Wissenschaft, Kunst, Politik und Wirtschaft haben daher die Alpbacher Veranstaltungen gekennzeichnet. So soll es auch m Hinkunft bleiben.
Em Beweis dafür ist dieser Band. Die darm nahezu vollständig enthaltenen Vorträge der Plenarveranstaltungen und die Berichte über die Seminare geben ein gutes Bild von der Mannigfaltigkeit und vidssenschaftlichen Akribie, mit der an das Generalthema herangegangen wurde. Natürlich konnte es nicht erschöpfend behandelt werden, aber zusammen mit der gleichzeitig abgehaltenen, neu geschaffenen Alpbacher Sommerhochschule für Europäische Integration konnte auf viele Aspekte dieses Themas einge-
11
! ,t
I t'
f. f.